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Thüringen Jena bittet Bundeswehr in Corona-Krise um Hilfe

Die Fahne von Deutschland ist auf der Uniform eines Soldaten aufgenäht. Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild

(Foto: Monika Skolimowska/zb/dpa/Symbolbild)

Jena (dpa/th) - Die Stadt Jena als ein Brennpunkt von Corona-Infektionen in Thüringen hat sich hilfesuchend an die Bundeswehr gewandt. Es sei nach doppelwandigen Zelten gefragt worden, in denen Leichterkrankte versorgt werden könnten, falls Kapazitäten am Universitätsklinikum nicht mehr ausreichten, sagte Stadtsprecher Kristian Philler am Donnerstag auf Anfrage. Es gehe nur um materielle nicht um personelle Unterstützung, betonte er. Über die Anfrage der Stadt hatte zuvor der MDR berichtet.

Zwar gebe es keine offizielle Absage, aber die Bundeswehr habe auf andere Regionen in Deutschland verwiesen, in denen ihre Hilfe aktuell dringender sei, sagte Philler. Gegebenenfalls würde sich die Stadt daher wohl auf anderem Wege um Zelte bemühen.

Laut Philler hat die Zahl der Infizierten mit dem Virus Sars-CoV-2 im Stadtgebiet am Donnerstag die Marke von 100 erreicht. Sieben Betroffene würden stationär behandelt; bisher ist ein Senior nach einer Infektion in Jena verstorben.

Aus Thüringen wurden bereits zwei Anfragen an die Bundeswehr im Zuge der Corona-Krise gerichtet - beide wurden abgelehnt. Dabei war es um Flüchtlingshilfe gegangen.

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