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Thüringen LSB Thüringen kritisiert Zwangspause

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Erfurt (dpa/th) - Der Landessportbund Thüringen (LSB) kann die erneute Zwangspause im November für den Vereinssport nur schwer akzeptieren. "Es ist für uns kaum nachvollziehbar, dass es bei der Entscheidungsfindung und auch der Formulierung der Maßnahmen keine Lernfortschritte im Vergleich zur Situation im März gibt", sagte LSB-Hauptgeschäftsführer Thomas Zirkel am Donnerstag in einer Pressemitteilung und ergänzte: "Der Sport hat die geforderten Infektionsvorgaben umgesetzt und steht jetzt dennoch wieder am Anfang und einem Stillstand. Es ist schwer zu verstehen, warum die Verantwortlichen des Sports in der Vorbereitung entsprechender Entscheidungen oder Formulierungen von der Politik nicht einbezogen wurden."

Die Auswirkungen auch auf den Spiel- und Wettkampfbetrieb vom Nachwuchsleistungssport bis zum Amateurbreitensport seien immens, betonte Zirkel. "Gerade jetzt, in der angespannten Lage für die Gesellschaft, halten wir es zudem besonders wichtig, sportliche, gesundheitsfördernde und präventive Angebote unter den entsprechenden Sicherheitsvorkehrungen aufrechtzuerhalten."

Dazu käme, dass dem Sport bisher kaum Ausbruchsgeschehen zugewiesen werden könnten. Aktuell würden die gewählten Formulierungen in den Beschlusstexten mehr Fragen erzeugen, anstatt Orientierung für diejenigen zu bieten, die sie umsetzen sollen. "Dies betrifft auch die Frage nach der Unterscheidung vom Profi- und Amateursport sowie die Schließung von Sportanlagen", hieß es weiter. Eine finale Konkretisierung zu den Einschränkungen erwartet der LSB erst an diesem Sonntag mit der Herausgabe einer entsprechenden Landesverordnung. Zuvor ist der LSB im Austausch mit dem Thüringer Sportministerium.

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