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Thüringen Land sollte Senioren Taxifahrten zu Impfzentrum spendieren

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Erfurt (dpa/th) - Der Landesverband Thüringen des Verkehrsgewerbes (LTV) hat vom Land die Kostenübernahme für Taxifahrten zu Corona-Impfzentren für Senioren gefordert. Häufig könnten sich Menschen, die älter als 80 Jahre sind, eine Fahrt mit dem Taxi oder Mietwagen nicht leisten, sagte der LTV-Hauptgeschäftsführer Martin Kammer laut Mitteilung vom Sonntag. "In Berlin übernimmt der Senat die Kosten für die Fahrt zu den Corona-Impfzentren." Das sollte auch in Flächenländern geschehen, wo häufig das Taxi das einzige verbliebene Mobilitätsangebot im ländlichen Raum sei.

Das Problem, dass es gerade für Ältere in ländlichen Gebieten teils schwierig ist, Impfzentren zu erreichen, sei im Ministerium bekannt, hatte eine Sprecherin des Gesundheitsministeriums in der vergangenen Woche mitgeteilt. Aktuell könnte noch keine Lösung in Aussicht gestellt werden.

Auch die CDU-Fraktion im Landtag hatte in ihrem Anfang Januar vorgelegten Impfpapier gefordert, dass der Zugang und Transport zu den Impfzentren für alle Menschen, insbesondere für die mit körperlichen Einschränkungen, möglich sein müsse. Darin enthalten war auch die Anregung, Taxifahrten zu den Impfzentren für betroffene Senioren zu Preisen wie etwa in Bussen des öffentlichen Personennahverkehrs anzubieten.

Aus Kammers Sicht sei es auch bedenkenswert, etwa für Taxifahrer frühere Termine in der Impfrangfolge zu ermöglichen. "Die Fahrer können nicht einfach ins Homeoffice wie andere gehen – sie sind ständig einem hohen Infektionsrisiko ausgesetzt." Eine Impfpflicht sollte es aber nicht geben.

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