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Thüringen Land will Universitätsklinikum unterstützen

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Jena (dpa/th) - Im Ringen um Entlastungen für das Personal am Jenaer Universitätsklinikum hat das Land Unterstützung bei den entstehenden Mehrkosten in Aussicht gestellt. Mit einer Entlastungsvereinbarung kämen erhebliche Zusatzkosten auf das Klinikum zu, erklärte Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) am Montag. Er habe sich daher mit Finanzministerin Heike Taubert (SPD) auf eine Finanzhilfe "im höheren zweistelligen Millionenbereich" durch das Land verständigt. Diese werde am Dienstag ins Kabinett eingebracht.

Am Freitag hatten sich die Leitung des Klinikums und die Gewerkschaft Verdi in den Verhandlungen angenähert. So gibt es nach Darstellung beider Seiten inzwischen Übereinstimmung dazu, wie viel Personal pro Patient und Schicht in der Klinik eingesetzt werden soll. Hintergrund ist, dass Pfleger und andere Beschäftigte des Klinikums seit längerem über eine zu hohe Arbeitsbelastung klagen.

Nun sei es wichtig, zügig zu einem Abschluss zu kommen und die festgelegten Maßnahmen umzusetzen, betonte Tiefensee. Allerdings dürfe dies nicht zulasten der Patienten gehen. Daher brauche es den finanziellen Ausgleich durch das Land. Konkret sei beabsichtigt, dass der Freistaat dem Klinikum bei Zinszahlungen und Tilgungen für Kredite zu Baumaßnahmen anteilig helfe.

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