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Thüringen Linke-Chefin Hennig-Wellsow will Bundestagskandidatin werden

Susanne Hennig-Wellsow, Parteivorsitzende Die Linke. Foto: Kay Nietfeld/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Linke-Bundesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow will sich heute (Beginn 10.00 Uhr) in Erfurt zur Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Erfurt-Weimar-Weimarer Land II wählen lassen. Nach Angaben des Thüringer Linke-Landesverbandes gibt es bislang keine Gegenkandidaten bei der Vertreterversammlung der entsprechenden Kreisverbände. Bei der vergangenen Bundestagswahl trat für diesen Wahlkreis die Linke-Bundestagsabgeordnete Martina Renner an. Renner kündigte am Freitag bei Twitter an, ebenfalls wieder für die Linke zur Bundestagswahl kandidieren zu wollen - dann aber in einem anderen Wahlkreis. Sie sitzt für die Linken seit 2013 im Bundestag.

Eine Landesliste für die Bundestagswahl will die Thüringer Linke voraussichtlich am 5. Juni aufstellen. Nach derzeitigen Plänen soll Hennig-Wellsow Spitzenkandidatin werden.

Die 43-Jährige war zwischen 2013 und 2021 Landesvorsitzende der Thüringer Linken und seit 2014 auch Fraktionsvorsitzende. Beide Posten gab sie in diesem Jahr ab und wurde zur Bundesvorsitzenden gewählt. Hennig-Wellsow gilt als eine der Architektinnen des rot-rot-grünen Bündnisses in Thüringen, das mit Bodo Ramelow von Deutschlands erstem und bisher einzigem Linken-Ministerpräsidenten geführt wird.

Auf Bundesebene strebt Hennig-Wellsow an, die Linke ebenfalls in eine Regierung zu führen. Allerdings liegen die politischen Standpunkte unter anderem in der Außenpolitik zwischen der Linken einerseits und den Grünen und der SPD andererseits teils weit auseinander.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-234259/2

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