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Thüringen Linke, SPD und Grüne sprechen mit der CDU über Ramelow-Wahl

Bodo Ramelow (Die Linke) sitzt an einem Pult. Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Über mögliche Wege aus der Regierungskrise in Thüringen wollen Vertreter von Linke, SPD und Grüne am Montag (18.00 Uhr) mit CDU-Abgeordneten sprechen. Die Christdemokraten lehnen es bislang ab, den früheren Ministerpräsidenten Bodo Ramelow (Linke) aktiv in das Amt des Regierungschefs mitzuwählen. Die Linke dagegen besteht darauf, dass Ramelow im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt wird - ohne dabei von Stimmen der AfD abhängig zu sein. Den Christdemokraten verbietet ein Bundesparteitagsbeschluss jede Form der Zusammenarbeit mit der AfD und den Linken. Linke, SPD und Grüne kommen im Parlament in Erfurt zusammen aber nur auf 42 Stimmen, für eine absolute Mehrheit wären 46 Stimmen nötig.

Die Ministerpräsidentenwahl in der vergangenen Woche endete in einem Debakel, das bundesweit für Empörung gesorgt hatte. Der FDP-Politiker Thomas Kemmerich wurde im dritten Wahlgang mit den Stimmen von AfD, CDU und FDP zum Regierungschef gewählt. Drei Tage später trat der 54-Jährige zurück und ist seitdem geschäftsführend im Amt, bis ein neuer Ministerpräsident gewählt ist.

Die CDU hatte nach dem Debakel durchblicken lassen, sich bei einer neuen Wahl womöglich zu enthalten, sodass Ramelow im dritten Wahlgang die dann nötige relative Mehrheit erhalten könnte.

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