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Thüringen Luchs im Thüringer Wald heißt Aslan

Ein Luchs liegt in einem Luchsgehege. Foto: Holger Hollemann/Archivbild

(Foto: Holger Hollemann/dpa)

Jena/Schmiedefeld (dpa/th) - Thüringer haben einem vermutlich fest im Thüringer Wald angesiedelten Luchs den Namen "Aslan" gegeben. Die Mehrheit der rund 500 an der Online-Abstimmung Beteiligten wählte unter 14 Vorschlägen diesen Namen aus, teilte der Nabu Thüringen am Donnerstag mit. Die Naturschutz-Organisation hatte Thüringer gemeinsam mit dem Unesco-Biosphärenreservat Thüringer Wald zur Namensfindung aufgerufen. "Zum Ende der Namenssuche war es ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Aslan und Norbert", sagte Silvester Tamás.

Der Nabu-Luchsexperte Tamàs erklärte weiter, dass der Naturschutzverein durch verschiedene Nachweise wie Fotos oder Kot-Funde davon ausgehe, dass sich inzwischen mindestens ein männlicher Luchs aus dem Harz von selbst im Biosphärenreservat angesiedelt habe. Allerdings handle es sich um eine Arbeitshypothese. Die Nachweise reichten noch nicht aus, um mit Sicherheit sagen zu können, dass es sich tatsächlich in allen Fällen um Aslan handle.

Durch Thüringen streifen laut Nabu seit einiger Zeit wieder Luchse. Die Beutegreifer mit den markanten Pinselohren waren lange verschwunden. Die Raubkatzen, von denen es nun in Thüringen Nachweise gibt, stammen vermutlich aus Wiederansiedlungsprojekten in benachbarten Regionen. Große Gefahren für die Tiere sieht Tamàs im Straßenverkehr. Aber auch die illegale Jagd auf die Wildkatzen sei ein Problem.

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