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Thüringen Märchen machen demente Menschen aktiver

Die Hand einer Seniorin.

(Foto: Sebastian Kahnert/dpa-Zentralbil)

Erfurt (dpa/th) - Regelmäßige Märchenstunden in Thüringer Pflegeeinrichtungen haben laut einer Untersuchung die kognitiven Fähigkeiten demenzkranker Bewohnerinnen und Bewohner gesteigert. Zudem seien diese aktiver geworden, teilte das Gesundheitsministerium zum Abschluss eines Modellprojekts zur Verbesserung der Lebensqualität von demenzkranken Menschen in Pflegeheimen mit. Die Projektziele seien durchweg in der Erprobung erreicht worden. So sei es auch deutlich seltener zu herausforderndem Verhalten gegenüber dem Pflegepersonal gekommen, hieß es. Daher werde die Präventionsmaßnahme "Es war einmal... Märchen und Demenz", an der sich insgesamt 25 Senioreneinrichtungen in Thüringen beteiligten, um ein weiteres Jahr verlängert. Künftig sollen in insgesamt 50 Einrichtungen regelmäßig professionelle Märchenerzähler demenzkranken Menschen aus den Geschichten der Gebrüder Grimm vorlesen. Auch Pflegeheimbewohner ohne Familienangehörige können einbezogen werden. Die entsprechende Kooperationsvereinbarung zwischen Land, Krankenkassen und einem Anbieter von Lesestunden sei am Montag in Erfurt unterzeichnet worden, teilte das Ministerium mit.

In Thüringen sind laut Ministerium rund 50.000 Menschen an Demenz erkrankt, Tendenz steigend. Die Märchen-Aktion ist Teil der nationalen Demenzstrategie. Neben Thüringen nehmen unter anderem auch Bayern, Baden-Württemberg, Hessen, Berlin und Sachsen teil.

Quelle: dpa

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