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Thüringen Ministerin Werner empört über Proteste in Hildburghausen

Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Gesundheitsministerin Heike Werner (Linke) hat mit Empörung auf die Proteste gegen die Anti-Corona-Maßnahmen im südthüringischen Hildburghausen reagiert. "Wie unsolidarisch kann man eigentlich sein?", sagte Werner am Donnerstag der Deutschen Presse-Agentur.

Auf den Intensivstationen kämpften Menschen um ihr Leben und täglich stürben Hunderte in Deutschland an einer Corona-Infektion. "In einer solchen Situation im deutschlandweit schlimmsten Hotspot jegliche Schutzmaßnahmen zu ignorieren, grenzt schon an ein verbrecherisches Ausmaß von Egoismus", kritisierte Werner.

Rund 400 Menschen hatten am Mittwochabend in der Kreisstadt des gleichnamigen Corona-Hotspot-Landkreises Hildburghausen gegen die strengen Infektionsschutzmaßnahmen in ihrer Region demonstriert. Viele der Protestteilnehmer trugen laut Polizei keinen Mund-Nasen-Schutz und hielten den Mindestabstand nicht ein. Mit 602,9 Neuinfektionen je 100 000 Einwohner innerhalb einer Woche hat der Landkreis Hildburghausen bundesweit den höchsten Inzidenzwert.

Werner betonte, dass die Demonstranten sich selbst, aber auch andere in Gefahr gebracht hätten. "Auch noch Kinder zu dieser Aktion mitzunehmen, ist an Verantwortungslosigkeit nicht zu überbieten."

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