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Thüringen Mord an Jenaer Rentnerin bleibt ein Fall für die Justiz

Das Justizzentrum mit dem Sitz des Landgerichtes und Amtsgericht. Foto: Bodo Schackow/dpa/Archivbild

(Foto: Bodo Schackow/dpa/Archivbild)

Gera (dpa/th) - Der Mord an einer Rentnerin in Jena-Winzerla Anfang 2019 beschäftigt weiter die Justiz. Beide Anwälte des vorige Woche verurteilten Nachbarn haben gegen das Urteil Revision eingelegt, wie eine Sprecherin des Landgerichts Gera am Donnerstag auf Anfrage sagte. Damit wird der Richterspruch vorerst nicht rechtskräftig und noch einmal überprüft. Nach Überzeugung der ersten Strafkammer war es der Afghane, der die Frau qualvoll erstickt, ihren Leichnam in eine Koffer gezwängt und diesen im Keller des Wohnhauses versteckt hat. Als Motiv sahen die Richter "grenzenlose Gier nach Geld". Der Mann selbst hatte im Prozess bestritten, die 87-Jährige getötet zu haben.

Das Urteil in dem Indizienprozess lautet auf lebenslange Haft. Zudem wurde die besondere Schwere der Schuld festgestellt - eine vorzeitige Haftentlassung nach 15 Jahren ist damit so gut wie ausgeschlossen.

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