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Thüringen Mutmaßlicher Dealer in Quarantäne: Termin verschoben

Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. Foto: picture alliance / Uli Deck/dpa/Symbolbild

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Der Anklage zufolge soll der Mann tief in der Szene stecken und - ausgestattet mit Waffen - Drogenhandel im großen Stil betrieben haben. Die Verteidigung ist ganz anderer Meinung. Ein Urteil in dem Prozess könnte nun am Freitag fallen.

Erfurt (dpa/th) - Im Prozess um fast 30 Kilogramm Drogen ist die mögliche Urteilsverkündung am Landgericht Erfurt wegen eines Corona-Falls verschoben worden. Hintergrund sei eine Infektion im Gefängnis, in dem der Angeklagte sitzt. Der 37-jährige sei nun zunächst in Quarantäne. Daher sei auch noch unklar, wann der Termin im Prozess möglich ist, sagte ein Sprecher des Landgerichts am Freitag. Dem mutmaßlichen Drogendealer wird vorgeworfen, im Februar vergangenen Jahres 27 Kilogramm Amphetamine für den Weiterverkauf erworben und in der Wohnung seiner Freundin in Weimar gelagert zu haben. (Az.: 8 KLs 820 Js 4107/20)

Die Staatsanwaltschaft plädierte auf eine Gesamtfreiheitsstrafe von sieben Jahren wegen bewaffneten Handels mit Drogen in nicht geringer Menge. Bei Durchsuchungen der Wohnung der Freundin und des 37 Jahre alten Angeklagten in Erfurt haben Polizisten demnach neben Drogen auch verschiedene Waffen gefunden. Zur Durchsuchung sei es aufgrund glaubwürdiger anonymer Hinweise gekommen, sagte die Staatsanwältin.

Die Verteidigerin beantragte dagegen Freispruch. Sie argumentierte unter anderem, dass die Durchsuchungen rechtswidrig gewesen seien. Anonyme Hinweise allein reichten nicht aus, um eine solche Maßnahme zu rechtfertigen.

© dpa-infocom, dpa:210121-99-120649/3

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