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Thüringen Nabu will besseren Schutz von Luchsen per Stabsstelle

Ein Luchs liegt in einem Tierpark in seinem Gehege.

(Foto: Armin Weigel/dpa/Symbolbild)

Jena (dpa/th) - Um Luchse besser zu schützen, hat der Naturschutzbund (Nabu) Thüringen seine Forderung nach einer Stabsstelle für Umweltkriminalität bekräftigt. "Unsere Bemühungen, damit sich Luchse wieder langfristig in Thüringen ansiedeln können, haben nur Erfolg, wenn wir auch für den Schutz der heimischen Pinselohren garantieren können", sagte der Projektkoordinator des Luchsprojekts des Nabu Thüringen, Silvester Tamás, anlässlich des Tags des Luchses am Samstag.

Dies gelinge nur durch eine effiziente, schnelle und konsequente Verfolgung von Straftaten gegen geschützte Tierarten. Eine hinreichend ausgestattete Stabsstelle für Umweltkriminalität zur Bekämpfung von Umweltstraftaten könne dabei helfen, die Ermittlungsarbeit und Verfolgung solcher Straftaten schneller voranzubringen. Erst Anfang des Jahres war bei Buttstädt (Kreis Sömmerda) ein Luchs illegal abgeschossen worden.

Andere Pinselohren gelten laut Nabu als verschollen: So etwa Luchsin Mira, die bislang bei der Hohenwartetalsperre zuhause war und mit einem Sender ausgestattet war. Seit Ende 2021 sei sie nicht mehr auffindbar. Auch Luchs Aslan, der bislang durch die Wälder bei Ilmenau streifte, gelte als verschollen.

Der Luchs breitet sich nach seiner Ausrottung in vielen Teilen Europas nur sehr zögerlich aus. In Deutschland leben rund 130 der Großkatzen mit den Pinselohren. Durch die Thüringer Wälder streifen weniger als zehn davon. Das Bundesnaturschutzgesetz führt den Luchs als besonders sowie als streng geschützte Tierart auf. Mit dem hohen Schutzstatus geht auch ein Tötungsverbot einher. Eine Luchstötung kann mit einer mehrjährigen Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Quelle: dpa

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