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Thüringen Nach tödlichem Schneedriften: Anklage eingereicht

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Gera (dpa/th) - Nach dem Tod eines vierjährigen Mädchens bei einem Rodelausflug Anfang des Jahres in Gera hat die Staatsanwaltschaft Anklage beim Amtsgericht eingereicht. Der Vorwurf laute auf fahrlässige Tötung und richte sich gegen einen Fahrer eines Autos, das maßgeblich beteiligt gewesen sein soll, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera der Deutschen Presse-Agentur. Der 26-Jährige soll durch Driften mit seinem Auto den Tod des Mädchens verursacht haben, wie das Amtsgericht Gera am Freitag ergänzte.

Das Mädchen war am ersten Januarwochenende dieses Jahres bei einem Rodelausflug mit seinen Eltern und Bekannten in Gera gestorben, nachdem es zwischen zwei Autos eingeklemmt wurde. Ein Mann hatte zuvor beim Driften auf der Schneefläche die Kontrolle über seinen Wagen verloren und war gegen einen Transporter geprallt, wie die Polizei damals mitgeteilt hatte. Das Kind, das auf einem Schlitten saß, sei dabei eingeklemmt worden und an schwersten Verletzungen gestorben.

Der Vorfall hatte viel Bestürzung ausgelöst. Unter Driften versteht man - angelehnt an eine Bezeichnung aus dem Motorsport - das Herumschleudern mit dem Auto, bei dem die Hinterachse ausbricht.

© dpa-infocom, dpa:210416-99-228742/2

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