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Thüringen Noch keine Entscheidung über Lockerungen an Festtagen

Heike Werner (Die Linke), Gesundheitsministerin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Thüringen verschärft zur Eindämmung des Corona-Virus ab Dienstag die Regeln und verlängert den Teil-Lockdown. Der Freistaat folgt damit weitgehend den Bund-Länder-Beschlüssen. Bei den Ferien geht Thüringen einen Sonderweg.

Erfurt (dpa/th) - Thüringen hält sich die Entscheidung über Lockerungen der Kontaktbeschränkungen zu Weihnachten und Silvester noch offen. Es müsse das weitere Infektionsgeschehen abgewartet werden, erklärte das Gesundheitsministerium dazu am Sonntagabend. Es sei jedoch das Ziel, über Weihnachten und Silvester Zusammenkünfte von maximal zehn Personen im Familien- und Freundeskreis zu ermöglichen. Auch Hotelübernachten von Verwandtenbesuchen könnten für die Weihnachtstage und Silvester möglich sein - wenn es die Infektionszahlen zuließen.

In Thüringen gelten von diesem Dienstag an schärfere Kontaktbeschränkungen und eine erweiterte Maskenpflicht. Das geht aus der am Sonntagabend erlassenen Verordnung hervor, mit der Thüringen die bundesweiten Verabredungen umsetzt. Der Teil-Lockdown mit geschlossenen Restaurants, Hotels, Kultur-, Freizeit- und Sportbetrieben wird demnach bis zum 20. Dezember verlängert.

Analog zum Bund-Länder-Beschluss sind mit Beginn der neuen Woche in Thüringen Zusammenkünfte mit Freunden, Verwandten und Bekannten auf maximal fünf Personen des eigenen und eines weiteren Haushalts beschränkt. Kinder unter 14 Jahren zählen nicht mit. Bisher galt eine Obergrenze von zehn Personen.

Außerdem greift eine erweiterte Maskenpflicht. Ein Mund-Nasen-Schutz muss jetzt in allen geschlossenen Räumen mit Publikumsverkehr sowie vor Geschäften und auf Parkplätzen getragen werden.

Auch in Arbeits- und Betriebsstätten gilt mit Ausnahme des Arbeitsplatzes nun eine Maskenpflicht, sofern kein Mindestabstand von 1,5 Metern eingehalten werden kann. Das betrifft ebenso Orte mit Publikumsverkehr in Innenstädten und unter freiem Himmel, an denen sich Personen auf engem Raum oder nicht nur vorübergehend aufhalten.

Schärfere Regeln gelten auch dafür, wie viele Menschen gleichzeitig in einem Laden einkaufen dürfen. Bis 800 Quadratmeter Fläche ist ein Kunde pro 10 Quadratmeter erlaubt, für alle darüber hinausgehenden Flächen nur einer pro 20 Quadratmeter.

Einen Sonderweg geht Thüringen bei den Weihnachtsferien. Das Bildungsministerium hatte bereits verkündigt, dass der Freistaat am 23. Dezember als Ferienbeginn festhält. Bund und Länder hatten sich auf den 18. Dezember als letzten Schultag verständigt. In Thüringen sollen aber ältere Schüler ab Klassenstufe 7 vom 21. Dezember an bereits zu Hause bleiben und bis zum 10. Januar Distanzunterricht erhalten.

Um die Kontakte weiter zu reduzieren, soll es ab Dezember ferner feste Kita-Gruppen und feste Klassen mit jeweils fest zugeordneten Erziehern und Lehrern geben. Im Thüringer Stufensystem wechseln die Einrichtungen dann im Dezember landesweit auf die Stufe Gelb. Rot würde die komplette Schließung bedeuten.

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