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Thüringen Oschmann verlässt Spitze des Landesfeuerwehrverbandes

Lars Oschmann aus Plaue in Thüringen. Foto: picture alliance / dpa

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20 Jahre lang hat der Strafverteidiger Lars Oschmann aus Arnstadt an der Spitze des Thüringer Feuerwehrverbandes gestanden. Jetzt will er sein Amt aufgeben.

Erfurt (dpa/th) - Der Thüringer Feuerwehrverband steht vor einem Wechsel bei seinem Spitzenpersonal. Der langjährige Landesvorsitzende Lars Oschmann will seinen ehrenamtlichen Posten für einen Nachfolger frei machen. Der 48-Jährige, im Hauptberuf Rechtsanwalt und Strafverteidiger in Arnstadt, ist seit 20 Jahren im Amt. Er habe schon länger angekündigt, dass er sein Amt regulär zu diesem Zeitpunkt abgeben werde, sagte Oschmann der Deutschen Presse-Agentur. Während einer Verbandsversammlung an diesem Samstag (26. September) in Erfurt soll ein neuer Vorsitzender gewählt werden, Kandidat ist nach Angaben des Verbandes dessen bisheriger Pressesprecher Karsten Utterodt. Auch die Stellvertreterposten sollen am Samstag neu besetzt werden.

Im vergangenen Jahr hatte es aus regionalen Feuerwehrverbänden Rücktrittsforderungen gegen Oschmann gegeben. Grund waren seine Aktivitäten im Landtagswahlkampf, bei dem er selbst für die CDU kandidiert hatte. Die Verbände in Gotha und Sonneberg warfen Oschmann vor, sein Amt im Landtagswahlkampf instrumentalisiert zu haben. Der Thüringer Feuerwehrverband hatte wenige Tage vor der Wahl am 27. Oktober in einem offenen Brief Innenminister Georg Maier (SPD) kritisiert. Die Kritik an Oschmann, der auch Vizeverbandschef des Deutschen Feuerwehrverbandes ist, war nach einem Krisentreffen offiziell beigelegt worden.

Nach Zahlen des Innenministeriums gibt es in Thüringen knapp 60 000 Feuerwehrleute, davon sind rund 34 000 aktive Brandbekämpfer.

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