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Thüringen Parteitag: Delegierte sehen Linke nicht als Volkspartei

Susanne Hennig-Wellsow (Die Linke). Foto: Martin Schutt/zb/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Führung der Thüringer Linken hat auf einem Parteitag eine Niederlage hinnehmen müssen: Während der Landesvorstand in einem Initiativantrag erklärt hatte, die Linke sei eine "Volkspartei", sprach sich eine große Mehrheit der Delegierten am Samstag in Erfurt dafür aus, diesen Begriff aus dem Antrag zu tilgen. In einem entsprechenden Änderungsantrag heißt es, die derzeitigen politischen Entwicklungen zeigten, "dass die Zeit der Volksparteien vorbei ist". Zudem habe die Linke mit dem Begriff "Volk" nichts zu gewinnen.

Die Linke-Landesvorsitzende Susanne Hennig-Wellsow reagierte gelassen auf die Entscheidung des Parteitages. Die Delegierten fremdelten mit dem Begriff "Volk", weil sie damit völkische Politikansätze verknüpften, sagte sie der Deutschen Presse-Agentur. Der Vorstand verknüpfe mit dem Begriff Volkspartei dagegen eine Partei, "die in alle Altersbereiche und Milieus reicht". Diese Feststellung hätten die Delegierten nicht kritisiert.

In dem Initiativantrag fordert die Partei unter anderem, ein wohnortnahes Gesundheits- und Pflegeangebot sowie bezahlbaren Wohnraum.

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