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Thüringen Ramelow: Corona-Konzept nicht nur an Inzidenz ausrichten

Bodo Ramelow (Die Linke), Ministerpräsident von Thüringen, sitzt in einem Konferenzraum. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) erwartet, dass sich die nächsten Schritte von Bund und Ländern in der Corona-Pandemie nicht allein an Infektionswerten orientieren. "Ich möchte nicht nur über die Sieben-Tage-Inzidenz reden, über 35 oder 50 als entscheidende Größe", sagte Ramelow der Deutschen Presse-Agentur in Erfurt vor der Ministerpräsidentenkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) an diesem Mittwoch. Er gehe davon aus, dass auch eine Vorlage des Robert Koch-Instituts berücksichtigt werde, die mehr beinhalte, "als die Orientierung an der Inzidenz".

Daneben müsste es um Impfquoten, Testmöglichkeiten, aber auch Krankenhauskapazitäten zur Versorgung von Infizierten gehen. Thüringen habe einen solchen Orientierungsrahmen bereits vor einigen Wochen vorgelegt. "Ich erwarte, dass es nach der Konferenz ein Strukturpapier gibt, das bundesweit gilt."

Thüringen ist immer noch das Bundesland mit dem stärksten Infektionsgeschehen in Deutschland, aber auch einer der höchsten Impfquoten. Die Zahl der Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner in den vergangenen sieben Tagen lag in Thüringen am Dienstag bei 125, bundesweit bei etwa 65.

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