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Thüringen Ramelow "begeistert" von Gedenkstätten-Seminaren

Bodo Ramelow (2.v.r., Die Linke) besucht die KZ-Gedenkstätte Mittelbau-Dora. Foto: Swen Pförtner/dpa

(Foto: Swen Pförtner/dpa)

Nordhausen (dpa/th) - Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) hat eine Kooperation zwischen der Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora und der Polizei des Landes begrüßt. Er sei "begeistert", sagte er am Montag nach einem Besuch von Mittelbau-Dora bei Nordhausen. Eine Gedenkstätte werde durch intensive Arbeit dort und thematische Auseinandersetzungen lebendig.

Seit etwa drei Jahren gibt es die Kooperation, bei der angehende Polizisten in ihrer Ausbildung Seminare in Gedenkstätten besuchen. Dabei wird unter anderem auch die Rolle der Polizei im Nationalsozialismus beleuchtet.

Nach Angaben der Erfurter Staatskanzlei wird den Exkursionsteilnehmern dargestellt, "dass an allen relevanten Entscheidungspunkten polizeiliche Vertreter nicht nur involviert, sondern ausschlaggebend beteiligt waren: Von der Inhaftierung über das Beantragen, Ausstellen und Vollziehen von Haftbefehlen bis hin zu Verbringung ins Arbeitslager - all diese Zwischenschritte veranlassten nicht etwa SS oder Gerichte, sondern die Polizei selbst". Dazu bemerkte Ramelow: "Aus einer "Betriebskette" ist Teil eines Vernichtungsprogrammes geworden. Wir müssen uns mit solchen Prozessen auseinandersetzten."

© dpa-infocom, dpa:210621-99-85869/2

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