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Thüringen Ramelow kündigt strengere Corona-Regeln für Thüringen an

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) spricht bei einer Videokonferenz. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer müssen sich im Winter auf strengere Corona-Regeln einstellen. Das kündigte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) in Erfurt nach einer Schalte mit seinen Länderkollegen und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) am Mittwoch an. Man habe festgelegt, dass die Maßnahmen, die Ende Oktober festgelegt wurden, bis zum 20. Dezember verlängert werden. Dies sei aber nur eine formale zeitliche Begrenzung. "Sie wird aber bis über den 20. Dezember bis zum Anfang Januar fortgesetzt", sagte Ramelow. Die Begrenzung ergebe sich aus dem neuen Infektionsschutzgesetz. Man werde gegenüber dem Thüringer Landtag deutlich machen, dass man ein Regelwerk aufgestellt habe, dass bis Anfang Januar gelten solle.

Ramelow sagte, man habe gehofft, die Welle an Corona-Infektionen zu durchbrechen und ein Absenken der Infektionsraten zu erreichen. In Thüringen sei das aber leider gar nicht geglückt. Mit dem Landkreis Hildburghausen hat Thüringen derzeit einen Hotspot mit dem bundesweit größten Infektionsgeschehen bei Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner binnen sieben Tagen.

Ramelow kündigte an, dass es unter anderem wieder strengere Abstandsregeln im Einzelhandel geben werde. Bis zu einer Verkaufsfläche von 800 Quadratmetern sei eine Person pro zehn Quadratmeter erlaubt, bei Flächen darüber solle eine Person 20 Quadratmeter zur Verfügung haben.

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