Regionalnachrichten

Thüringen Ramelow setzt bei Höllentalbahn auf Wasserstoffzüge

Eine Person führt ein Experiment durch, bei dem mit Hilfe vcn Laserlicht Wasserstoff erzeugt wird. Foto: Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

(Foto: Jan-Peter Kasper/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild)

Blankenstein (dpa/th) - Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) setzt beim ausstehenden Lückenschluss der Höllentalbahn in Ostthüringen auf Wasserstoffzüge. Im Interview mit der "Ostthüringer Zeitung" (Dienstag) erinnerte er an die hohe Belastung der Region durch Lastwagen sowie Pläne in Bayern für die weltgrößte Hängebrücke im Höllental. "Für 200 000 zusätzliche Besucher braucht es ein Verkehrskonzept", erklärte der Regierungschef: "Das heißt für mich: Wasserstoffzug." Der Wasserstoff könne vor Ort in der Zellstoff- und Papierfabrik Rosenthal hergestellt werden.

Infolge der Teilung Deutschlands klafft auf der Bahnstrecke zwischen Blankenstein in Thüringen und Marxgrün in Bayern eine Lücke. Seit Jahren gibt es Forderungen etwa aus der Wirtschaft, diese zu schließen. Auch Rot-Rot-Grün wollte sich laut Koalitionsvertrag für die Wiederbelebung des Abschnitts einsetzen. "Die Deutsche Bahn hat das planungsrechtliche Erfassungsverfahren begonnen, und im Plan für den Deutschlandtakt steht die Strecke schon drin", sagte Ramelow der OTZ. Mit dem sogenannten "Deutschlandtakt" will die Bahn über besser abgestimmte Umsteige-Verbindungen die Züge pünktlicher und Reisezeiten kürzer machen. Wann die ersten Züge rollen, lasse sich aber nicht seriös vorhersagen, da noch einige Probleme zu lösen seien.

Auch andernorts setzt Thüringen auf Züge, die mit Wasserstoff betrieben werden. So sollen nach früheren Angaben des Umweltministeriums von Ende 2021 an auf der Strecke der Schwarzatalbahn testweise derartige Linienzüge fahren.

Ramelow-Interview

Newsticker