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Thüringen Rotzkopf und Pfrille: Neues Zuhause für kleine Fische

Kleine Elritzen schwimmen vor dem Aussetzen in den Flutgraben der Gera in einem Wasserbecken. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Erfurt (dpa/th) - Damit in Flüssen wieder mehr heimische Fische leben, sind in Erfurt Elritzen und Westgroppen im Flutgraben ausgesetzt worden. Wie groß der Bestand der beiden Kleinfischarten in Erfurter Gewässern ist, sei schwierig zu erheben, sagte der Leiter des Erfurter Umwelt- und Naturschutzamts, Jörg Lummitsch, am Dienstag. Die als Rotzkopf bekannte Groppe und die auch Pfrille genannte Elritze gelten als bedroht.

"Kleinfische leiden deutschlandweit unter Verschlechterungen ihrer Lebensbedingungen", sagte Lummitsch. Die zuletzt warmen und trockenen Jahre setzten den Fischbeständen zu - die Gera sei im Sommer etwa stellenweise ausgetrocknet. Die kleinen Fische aber seien wichtig für Ökosysteme, denn sie seien nicht nur selbst Jäger, sondern dienten auch als Nahrung für andere bedrohte Tiere wie den Eisvogel.

Mitglieder des Landesanglerverbands Thüringen und Mitarbeiter des Umwelt- und Naturschutzamts setzten gemeinsam Tausende der kleinen Fische aus.

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