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Thüringen Schau lädt auf Reise in uralte Zeiten per Wetter-Spuren ein

Der Schloßpark an der Bertholdsburg, in der sich das Naturhistorische Museum befindet. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Schleusingen (dpa/th) - Nach der coronabedingten Schließung öffnet das Naturhistorische Museum Schloss Bertholdsburg mit einer Sonderausstellung die Türen wieder für Besucher. Die ab Dienstag geöffnete Schau "Versteinertes Wetter" soll Gäste auf eine meteorologische Zeitreise mitnehmen, hieß es beim Museum im Schleusingen. "Zehn Wetterphänomene sind mit ihren versteinerten Spuren zu sehen", sagte Direktor Ralf Werneburg.

Viele bekannte Wetterphänomene wie Regen und Gewitter können charakteristische Spuren hinterlassen. Wenn diese versteinern, sind sie auch Millionen Jahre später noch zu finden. "Wir zeigen schöne Sturmsedimente mit Muschelschalen und Knochenresten von Meeressauriern", berichtete Werneburg. Auch sogenannte Blitzröhren gehörten zur Ausstellung. "Das ist, was von einem Gewitter bleibt, wenn der Blitz mit hoher Temperatur in den Sandboden schießt." So entstünden Glasröhren mit Wurzelstrukturen.

Die Objekte stammten aus verschiedenen Ecken der Welt, etwa aus Marokko. Aber auch Thüringer Exemplare sind dabei, wie Werneburg erklärte. "Aus dem Steinbruch Tabarz haben wir Eindrücke von Regentropfen, die im Schlamm erhalten blieben sind."

Besucher sollten wegen des Coronavirus im Museum auf Grundregeln achten. Sie sollen etwa einen Mund-Nasen-Schutz tragen und einen Mindestabstand zu anderen Menschen im Museum halten. Das Museum bietet im Foyer zudem Handdesinfektionsmittel an.

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