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Thüringen Schwitzen in Thüringen: Waldbrandgefahr steigt weiter

Die Sonne schein über der Bockwindmühle. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Bei Temperaturen jenseits der 30 Grad suchen viele Thüringer Erfrischung in den Badeseen und Freibädern. Unterdessen steigt wegen der Trockenheit aber auch die Waldbrandgefahr in einigen Regionen.

Erfurt/Heldburg (dpa/th) - Mit den steigenden Temperaturen und der damit verbundenen Trockenheit hat auch die Waldbrandgefahr in Teilen Thüringens weiter zugenommen. Im äußersten Süden des Freistaates, im Bereich des Forstamtes Heldburg (Landkreis Hildburghausen), galt am Samstag die höchste Gefahrenstufe fünf, wie aus einer Übersicht der Landesforstanstalt Thüringenforst hervorgeht. Einen Tag zuvor war die Region noch der zweithöchsten Gefahrenstufe zugeordnet. Auch für größere Teile Mittel-, West- und Ostthüringens galt am Samstag die Waldbrandgefahrenstufe vier.

Am entspanntesten war die Situation in den Forstämtern Neuhaus (Kreis Sonneberg), Schönbrunn (Kreis Hildburghausen) und Gehren (Ilm-Kreis), wo die Gefahrenstufe zwei galt. In allen übrigen Regionen Thüringens galt die Warnstufe drei.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) rechnete für Samstag mit dem bislang heißesten Tag des Jahres in Thüringen. "Das wird höchstwahrscheinlich der heißeste Tag des Jahres", sagte ein DWD-Meteorologe am Samstagmorgen in Leipzig. Vor allem im Norden des Freistaates staue sich die Hitze. Bereits in der Nacht zu Samstag war es vielerorts drückend warm.

Bei Temperaturen jenseits der 30-Grad-Marke suchten viele Thüringer Erfrischung in den Badeseen und Freibädern des Landes. Der Nordstrand in Erfurt war am Samstag gut mit Menschen gefüllt. "Es sind wirklich sehr viele Leute da bei diesem Temperaturen", sagte eine Sprecherin. Dies gelte sowohl für den Badestrand als auch für den Wasserski-Bereich. In Jenaer Südbad - dem Schleichersee - war am Samstag nach Angaben einer Schwimmmeisterin deutlich mehr los als an anderen Tagen. Sie sprach von etwa 1000 Menschen, die sich dort abkühlten. Die Grenze liege derzeit bei 1500 Menschen.

In Weimar gab es eine sogenannte tropische Nacht - dort fielen die Temperaturen nicht unter die 20-Grad-Grenze. Auch am Sonntag soll die Hitzewelle anhalten. Nach Prognosen des DWD bleibt es um die 36 Grad heiß.

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