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Thüringen Siegesmund: Zahl der "Nationalen Geotope" verdoppelt

Anja Siegesmund (Grüne), Thüringer Umweltministerin, gibt ein Interview. Foto: Michael Reichel/Archivbild

(Foto: Michael Reichel/dpa)

Weimar (dpa/th) - In Thüringen sind sechs weitere erdgeschichtlich bedeutsame Naturformationen als "Nationale Geotope" ausgezeichnet worden. Damit dürften nunmehr zwölf der rund 900 Geotope im Freistaat mit dem Prädikat werben, erklärte Thüringens Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Sonntag zum bundesweiten Tag des Geotops.

Neu hinzugekommen sind laut Siegesmund die Barbarossahöhle in Rottleben (Kyffhäuserkreis), der Bromacker in Tambach-Dietharz (Landkreis Gotha), der Altensteiner Riffkomplex, die Badlands Drei Gleichen im Amt Wachsenburg (Ilm-Kreis) sowie die Drachenschlucht in Eisenach und die Kulmfalte in Ziegenrück (Saale-Orla-Kreis). Mit dem Prädikat erhofft man sich eine größere touristische Aufmerksamkeit und mehr Umweltbildung. Ein besonderer Schutzstatus ist damit jedoch nicht verbunden.

Geotope sind geologische Gebilde, die Mineralien, Steine oder Fossilien über Millionen von Jahren konserviert haben, bevor sie an der Erdoberfläche zutage traten und damit Einblicke in die Erdgeschichte gewähren. Bekannte Beispiele sind etwa der Bohlen bei Saalfeld und der Feldstein bei Themar. Neben den Geotopen gibt es in Thüringen auch vier Geoparks.

Der Tag des Geotops wird bundesweit jeweils am dritten Sonntag im September veranstaltet. Im Mittelpunkt stehen Steinbrüche, Felsen oder Mineralien.

Tag des Geotops in Thüringen

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