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Thüringen Sondersitzung des Ältestenrates nach Kemmerichs Rücktritt

Birgit Keller, Landtagspräsidentin von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Nach dem Rücktritt des FDP-Politikers Thomas Kemmerich als Thüringer Ministerpräsident kommt der Ältestenrat des Landtags am Dienstag zu einer Sondersitzung zusammen. An dem Treffen sollen neben der Landtagspräsidentin und ihren Stellvertretern auch weitere Mitglieder aller Thüringer Fraktionen teilnehmen, wie der Landtag am Donnerstag mitteilte.

Kemmerich hatte noch vor seinem Rücktritt in der vergangenen Woche Landtagspräsidentin Birgit Keller um die Einberufung des Ältestenrates gebeten. Dieser sollte nach damaligen Angaben von Kemmerich klären, wie eine "schnelle, geordnete Amtsübergabe" funktionieren kann.

Nachdem der 54-Jährige inzwischen als Regierungschef zurückgetreten und nur noch geschäftsführend im Amt ist, soll bei der Sondersitzung nun "über das weitere parlamentarische Vorgehen" beraten werden, hieß es.

Einen Tag vor der Sitzung des Ältestenrates wollen Vertreter von Linke, SPD und Grüne mit Abgeordneten der CDU über Möglichkeiten einer neu angesetzten Ministerpräsidentenwahl sprechen. Der Linke-Politiker Bodo Ramelow will sich zur Wahl stellen, besteht aber darauf, bereits im ersten Wahlgang mit absoluter Mehrheit gewählt zu werden - und zwar ohne, dass diese Mehrheit von Stimmen der AfD abhängt.

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