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Thüringen Steffen Dittes neuer Thüringer Fraktionschef der Linken

Steffen Dittes (Die Linke). Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Der Wechsel von Susanne Hennig-Wellsow nach Berlin hat bei der Thüringer Linken Personalveränderungen zur Folge. Die Landtagsfraktion hat einen neuen Chef.

Erfurt (dpa/th) - Der Innenpolitiker Steffen Dittes ist neuer Vorsitzender der Thüringer Landtagsfraktion der Linken. Dittes wurde am Samstag in Erfurt als Nachfolger von Susanne Hennig-Wellsow gewählt, wie eine Sprecherin der Fraktion mitteilte. Der 47-Jährige, der auch Vizeparteichef der Linken ist, war für das Amt seit längerer Zeit im Gespräch. Er sei von Hennig-Wellsow vorgeschlagen worden, teilte die Fraktion mit.

Dittes habe 81,5 Prozent der abgegebenen Stimmen erhalten, Gegenkandidaten habe es nicht gegeben, sagte die Sprecherin. Zudem wurde der Fraktionsvorstand erweitert, um die vorgeschriebene paritätische Besetzung mit Frauen und Männern zu wahren. Zur neuen Fraktionsvize neben Katja Mitteldorf und Ronald Hande sei ebenfalls mit 81,5 Prozent die Sozialpolitikerin Karola Stange gewählt worden.

Hennig-Wellsow (43) war vor einer Woche an die Spitze der Bundespartei zusammen mit Janine Wissler aus Hessen gewählt worden. Die Linke stellt die größte Landtagsfraktion in Thüringen und seit 2014 mit Bodo Ramelow den Ministerpräsidenten. Ihre Koalition mit SPD und Grünen hat jedoch keine Mehrheit im Landtag. Sie ist damit auf Unterstützung der oppositionellen CDU angewiesen, mit der es Vereinbarungen gibt, um Landtagsbeschlüsse zu ermöglichen.

"Bei Steffen Dittes ist die Fraktionsarbeit in guten Händen. Er hat sich als langjähriger Innenpolitiker einen Namen gemacht, ist mit den parlamentarischen Abläufen aufs Beste vertraut und steht als langjähriger stellvertretender Landesvorsitzender außerdem für eine nahtlose Kommunikation zwischen Fraktion, Regierung und Landesverband", erklärte Hennig-Wellsow. Er stehe auch für verlässliche Zusammenarbeit mit der CDU.

Aufgabe der Linke als Regierungsfraktion sei es, Verantwortung zu tragen und trotz bevorstehender Wahlkämpfe nicht der Versuchung des Populismus zu erliegen, sagte Dittes nach seiner Wahl. "Einen politischen Stillstand darf es bis zur vereinbarten Auflösung des Landtages nicht geben." Eine vorgezogene Landtagswahl ist zusammen mit der Bundestagswahl am 26. September geplant.

Hennig-Wellsow hatte nach ihrer Wahl an die Spitze der Bundespartei auch den Parteivorsitz der Linken in Thüringen niedergelegt. Die Geschäfte sollen bis zu einer Neuwahl des Vorstandes im November Dittes sowie Gesundheitsministerin Heike Werner führen.

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