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Thüringen Thüringen sucht Fachkräfte auch außerhalb der EU

Heike Werner, Arbeitsministerin von Thüringen, sitzt im Landtag. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Das Land will Thüringer Unternehmen stärker bei der Fachkräftesuche außerhalb der EU unterstützen. Dazu sei am Donnerstag eine Kooperationsvereinbarung zwischen dem Arbeits- und Migrationsministerium sowie der Landesentwicklungsgesellschaft unterschrieben worden. Danach soll nach Angaben der drei Partner die Thüringer Agentur für Fachkräftegewinnung künftig eine Koordinierungsrolle zwischen ausgewählten Ausländerbehörden und Arbeitgebern übernehmen. Seit März 2020 regelt das Fachkräfteeinwanderungsgesetz den Zuzug aus Drittstaaten.

Angesichts der erwarteten konjunkturellen Erholung nach der Corona-Krise sei der Fachkräftebedarf ein Problem, das es zu lösen gelte, sagte Arbeitsministerin Heike Werner (Linke). "Wir brauchen Fachkräfte und Auszubildende aus dem Ausland, die in Thüringen arbeiten und leben möchten. Das insbesondere auch in den Gesundheits- und Pflegebereichen."

Die Ausländerbehörden, die in Thüringen insbesondere an der Umsetzung des Fachkräfteeinwanderungsgesetzes arbeiteten, seien wichtige Schnittstellen zu den Arbeitgebern, sagte Migrationsminister Dirk Adams (Grüne). Schließlich sei eine Vielzahl rechtlicher Regelungen zu beachten.

Studien zeigten, dass Thüringen angesichts der sinkenden Einwohnerzahl seinen Fachkräftebedarf nicht mehr allein decken könne, so Adams. Nach Angaben der Landesarbeitsagentur liegt der Ausländeranteil an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Thüringen bei etwa 5,3 Prozent. Zum Vergleich: Bundesweit betrage er 12,1 Prozent.

Die Agentur für Fachkräftegewinnung wurde 2011 in Thüringen gegründet. Sie wirbt auch bei Pendlern und Thüringern, die in anderen Bundesländern arbeiten, für eine Rückkehr in den Freistaat.

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