Regionalnachrichten

Thüringen Thüringer nutzen Corona-Stillstand zum Entrümpeln

dpa_Regio_Dummy_Thueringen.png

Erfurt (dpa/th) - Die Thüringer haben im Corona-Jahr 2020 mehr Abfall produziert und Lockdown-Phasen zum Entrümpeln von Dachböden und Kellern genutzt. Das zeige das kommunale Abfallaufkommen, erklärte Umweltministerin Anja Siegesmund (Grüne) am Samstag in Erfurt. "Mehr Zeit zu Hause führte zu mehr Haus- und Sperrmüll und getrennt erfassten Wertstoffen."

Nach Angaben des Umweltministeriums fielen im vergangenen Jahr pro Einwohner in Thüringen 190 Kilogramm Haus- und Sperrmüll an. Das seien rund 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor mit 184 Kilogramm. Nur Sperrmüll stieg sogar um fast sechs Prozent. Bei der Abfallmenge liegen die Thüringer etwa im Bundestrend, der 2019 laut Ministerium bei durchschnittlich 187 Kilogramm pro Einwohner lag.

Bei getrennt erfassten Wertstoffen wie Papier, Pappe, Leichtverpackungen und Glas erhöhte sich die Menge im Freistaat im Vorjahr um vier Prozent auf 148 Kilogramm pro Einwohner. Das sei der höchste Wert seit dem Jahr 2000, so das Ministerium.

Es sei der richtige Weg, Abfälle aus Haus und Garten gut sortiert den Kommunen und beauftragten Entsorgungsunternehmen zu überlassen. Damit werde die Umwelt geschont und Wertstoffe sowie die Energie aus den Abfällen könne genutzt werden, äußerte Siegesmund.

Nach Angaben des Ministeriums wurden 2020 zudem mehr alte Elektrogeräte abgegeben - acht Kilogramm pro Einwohner, insgesamt 16.000 Tonnen. Bei Bio- und Grüngut habe es einen neuen Höchstwert mit 117 Kilogramm pro Einwohner gegeben.

© dpa-infocom, dpa:211204-99-253266/2

Regionales
ntv.de Dienste
Software
Newsletter
Ich möchte gerne Nachrichten und redaktionelle Artikel von der n-tv Nachrichtenfernsehen GmbH per E-Mail erhalten.