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Thüringen Tiefensee: Bei Thüringer Kurorten ist Luft nach oben

Wolfgang Tiefensee, Wirtschaftsminister von Thüringen. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Saalfeld (dpa/th) - Die 18 Kurorte und Heilbäder in Thüringen müssen aus Sicht von Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) noch stärker an ihrer Bekanntheit arbeiten. "Wir sind auf einem guten Weg, aber da ist Luft nach oben", sagte Tiefensee am Montag bei der Vorstellung einer Heilbäderstudie in Saalfeld. Der Studie zufolge fanden rund drei Viertel der über 2000 Befragten Thüringen für einen Kuraufenthalt geeignet, nur jeder Dritte konnte jedoch von sich aus einen der Thüringer Kurorte nennen.

"Wir sind erst am Ziel, wenn wir in einem Atemzug mit Kurorten wie Karlsbad oder Baden-Baden genannt werden", sagte Tiefensee. Es brauche daher eine bessere Profilschärfung und ein schlagkräftiges Marketing, um sich im Wettbewerb behaupten zu können. Tiefensee blickte dabei auch auf gesundheitstouristisch starke Nachbarbundesländer wie Bayern und Hessen, aber auch Anbieter im nahen Ausland wie Polen und Tschechien.

Im Jahr 2019 entfielen laut Studie in Thüringen rund 28 Prozent der touristischen Übernachtungen und etwa 770 Millionen Euro Umsatz auf den Kur- und Bädertourismus. Es wurden elf Prozent mehr Gäste und vier Prozent mehr Übernachtungen als zehn Jahre zuvor gezählt. Zu den Kurorten mit den meisten Übernachtungen gehören Friedrichroda, Bad Liebenstein und Masserberg. Am bekanntesten sind der Befragung zufolge Bad Berka, Bad Salzungen und Bad Liebenstein.

© dpa-infocom, dpa:210906-99-112770/2

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