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Thüringen Tiefensee: Simbabwe-Koalition ist ausgeschlossen

Wolfgang Tiefensee (SPD), Thüringens Wirtschafts- und Wissenschaftsminister. Foto: Michael Reichel/dpa

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens SPD-Landeschef Wolfgang Tiefensee sieht keinerlei Chancen für eine Koalition aus CDU, SPD, Grüne und FDP. "Simbabwe ist ausgeschlossen", sagte Tiefensee vor einem Treffen mit Vertretern von Grünen und der Linken. Er respektiere, dass sich CDU und FDP ihrerseits keine Tolerierung und keine Duldung einer rot-rot-grünen Minderheitsregierung vorstellen können. "So setzen wir darauf, dass das auch auf der anderen Seite respektiert wird", sagte Tiefensee. Er sei aber froh über Signale, bei Sachfragen im Parlament zusammen zu arbeiten. Wie das ablaufen kann, darüber sei man mit der CDU und der FDP im Gespräch.

Nach der Landtagswahl reicht es für die bisherige Koalition aus Linke, SPD und Grünen nicht mehr für eine Mehrheit im Parlament. Im Gespräch ist daher eine Minderheitsregierung unter der Führung von Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke). CDU-Chef Mike Mohring würde gern ein sogenanntes Simbabwe-Bündnis schmieden - aus CDU, SPD, Grünen und FDP. Doch auch diese Vierer-Konstellation in den Flaggenfarben des afrikanischen Staates hätte keine Mehrheit.

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