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Thüringen Tiefensee will Corona-Hilfsprogramm ausweiten

Wolfgang Tiefensee (SPD) bei einer Veranstaltung. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa/Archivbild

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Erfurt (dpa/th) - Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) will in der Corona-Krise auch Selbstständige ohne Angestellte sowie Freiberufler unter den Schutzschirm des Landes holen. Er wolle dem Kabinett der Landesregierung vorschlagen, dass auch solche Menschen Soforthilfen des Landes in Anspruch nehmen könnten, sagte Tiefensee der Zeitung "Freies Wort" (Freitagsausgabe).

Damit sollten zum Beispiel jene unterstützt werden, die in der Kunst-, Kultur- und Unterhaltungsbranche oder unterrichtend tätig seien. Zuletzt hatte Tiefensee erklärt, die sofortigen Zuschüsse des Landes für Unternehmen, die wegen der Pandemie in Liquiditätsschwierigkeiten sind, solle es vor allem für Kleinst- und Kleinunternehmen geben. Das Kabinett kommt am Freitag zu einer weiteren Sitzung zusammen, um über die Auswirkungen der Corona-Krise in Thüringen zu beraten.

Tiefensee kündigte an, Unternehmen könnten bald die in Aussicht gestellten Hilfen beantragen. "Ich bin zuversichtlich, dass wir in wenigen Tagen starten können", sagte er. Auch solle es wenige Tage dauern, bis Gelder nach erfolgreicher Antragstellung ausgezahlt würden.

Die Thüringer Aufbaubank werde der Bearbeitung höchste Priorität einräumen. "Damit wollen wir erreichen, dass zwischen einem erfolgreichen Antrag und der Auszahlung des Geldes in der Regel nur fünf Tage liegen", so Tiefensee. Ein Nachtragshaushalt, um die Hilfen gewähren zu können, werde wahrscheinlich nicht nötig sein.

Tiefensee hatte am Mittwoch erklärt, das Land plane Sofortzuschüsse von bis zu 30 000 Euro für von der Krise betroffene Unternehmen. Die Summe soll sich an der jeweiligen Mitarbeiterzahl orientieren.

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