Regionalnachrichten

Thüringen Tunnelübung auf A71 bei Suhl erfolgreich beendet

dpa_Regio_Dummy_Thueringen.png

Kunstblut, kaputte Autos, ein liegengebliebener Lastwagen: Bei einer Notfallübung in Suhl proben etwa 600 Einsatzkräfte den Ernstfall.

Suhl (dpa/th) - Rund 600 Einsatzkräfte haben am Samstag eine große Notfallübung in einem Autobahntunnel bei Suhl durchgeführt. "Im Wesentlichen ist alles reibungslos gelaufen", sagte der Leiter des Fachbereichs vom Amt für Brand- und Katastrophenschutz in Suhl, Dennis Kummer. Zwei große Verkehrsunfälle wurden im Tunnel Berg Bock auf der Autobahn 71 nachgestellt.

Der knapp drei Kilometer lange Tunnel wurde für knapp sieben Stunden komplett gesperrt. Eine derartig aufwendige Übung habe es in Thüringen zuvor noch nie gegeben, sagte Kummer. Einsatzkräfte der Feuerwehr, der Polizei, des Rettungsdiensts und des SRH Zentralklinikums Suhl waren beteiligt. Auch ein Rettungshubschrauber war im Einsatz.

Etwa 30 Menschen stellten Unfallopfer dar. So hätten Verletzte etwa gegenüber den Rettungskräften angegeben, ihr Kind zu suchen oder zu ihrer Oma zu müssen, sagte Kummer. Viel Knete und viel künstliches Blut wurden eingesetzt, um den Notfall möglichst realistisch nachzustellen. Alte Unfallautos wurden in den Tunnel transportiert. Im Szenario wurden die Verletzten von der Feuerwehr geborgen, vom Rettungsdienst behandelt und anschließend ins Klinikum gefahren. "Erst an der Tür zum OP oder der Tür zur Intensivstation ist die Übung beendet", sagte Einsatzleiter Kummer.

Die Gesamtkosten der Übung mit vielen ehrenamtlichen Helfern konnte Kummer nicht beziffern. Die Kosten für Versorgungs- und Verbrauchsmaterial sowie die Absperrungen im Tunnel hätten jedoch bei rund 10 000 Euro gelegen, sagte er. Die Verkehrsbehinderungen hielten sich trotz der stundenlangen Absperrung in Grenzen. Auf der Umleitungsstrecke durch die Stadt Suhl war der Verkehr teilweise zähflüssig, sagte ein Polizeisprecher. Zu Staus kam es demnach aber nicht.

Newsticker