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Thüringen Viele Brände in Thüringen: Waldbrandgefahr gebannt

Ein Hinweisschild mit der Waldbrandstufe 5 ist am Forstamt zu sehen. Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild

(Foto: Julian Stähle/dpa-Zentralbild/dpa/Symbolbild)

Kleine Waldstücke, Rasenflächen oder ein großer Müllbunker - in Thüringen hat es am Wochenende oft gebrannt. Zumindest ist die Waldbrandgefahr gesunken.

Erfurt (dpa/th) - Die Gewitter in Thüringen haben am Sonntag für eine Entspannung der Lage in den Wäldern gesorgt. Die Waldbrandstufe, die noch am Samstag im südlichsten Teil des Freistaats auf dem höchsten Wert 5 und in vielen anderen Landesteilen bei 4 lag, wurde von der Landesforstanstalt zurückgestuft. Danach galt in den Forstämtern Sonneberg und Heldburg, und auch in Weida und Jena-Holzland nur noch die Stufe 3. In allen anderen Regionen wurde zunächst Entwarnung gegeben. Die Trockenheit führte vor allem am Samstag zu kleineren Flächenbränden. Am Sonntag brach ein Feuer in einer Müllverbrennungsanlage aus.

Es brannte ein Bunker der Müllverbrennungsanlage in Zella-Mehlis. Die Feuerwehr sei mehrere Stunden im Einsatz gewesen, um den Schwelbrand mit einem Schaumteppich zu löschen, sagte ein Sprecher der Rettungsleitstelle in Meiningen auf Anfrage. Der Brandherd sei in den Müllmassen nicht leicht zu finden gewesen. Verletzt wurde nach den Angaben niemand. Es seien auch keine Schadstoffe infolge des Brands in die Umwelt gelangt. Zur Höhe des Schadens könnten noch keine Angaben gemacht werden.

Nach Polizeiangaben kam es wegen der Trockenheit zu kleinen Bränden auf trockenen Wiesen - beispielsweise in Rudisleben bei Arnstadt. In der Nähe eines Kiessees bei Erfurt-Schwerborn brannte eine Wiese, weil ein Freizeitgefährt Feuer fing. Der Rauch war so stark, dass auf der angrenzenden Autobahn A71 am Samstag die Sicht behindert wurde. Verletzt worden sei niemand.

Ein Blitzeinschlag verursachte einen Waldbrand bei Lauscha in Südthüringen. Etwa 300 Quadratmeter Wald brannten, bis Feuerwehren die Flammens löschten. In Weimar-Belvedere löste die Polizei eine nicht angemeldete Veranstaltungen auf, bei der auf einer Lichtung trotz Waldbrandwarnstufe 4 ein Pizzaofen betrieben wurde.

In Friedrichroda (Kreis Gotha) setzte am Samstag ein Gartenbesitzer einen Holzschuppen in Brand, weil er mit einem Gasbrenner Unkraut beseitigen wollte. Wegen des schnellen Eingreifens der Freiwilligen Feuerwehr sei ein Übergreifen der Flammen auf ein angrenzendes Fachwerkhaus verhindert worden, teilte die Polizei mit.

Gleich drei Fahrzeugbrände gab es auf den Thüringer Autobahnen A 4 und A 71, die am Samstag zu Staus und Verkehrsbehinderungen führten. Zwischen Weimar und Apolda gelang es einer Autofahrerin gerade noch, ihr Fahrzeug auf einen Parkplatz zu lenken, bevor es in Flammen aufging. Sie konnte unverletzt aussteigen. Ursache war laut Polizei ein Motorschaden. Ähnlich erging es einer Familie bei Stadtroda, die sich ebenfalls noch aus dem Auto retten konnte.

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