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Thüringen Wahlprogramme der Parteien für viele unverständlich

Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider. Foto: Marijan Murat/dpa

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Erfurt/Hohenheim (dpa/th) - Die Wahlprogramme der Parteien zur Landtagswahl am Sonntag sind einer Untersuchung zufolge für viele Menschen nur schwer zu verstehen. In den Wahlprogrammen fanden sich den Studienautoren zufolge Wortungetüme und Bandwurmsätze mit bis zu 74 Wörtern, wie die Universität Hohenheim in Baden-Württemberg am Dienstag mitteilte. Für die Analyse untersuchten die Forscher um den Kommunikationswissenschaftler Frank Brettschneider die Programme mithilfe einer Software etwa auf komplizierte Wörter oder verschachtelte Sätze.

Das Ergebnis: Die Wahlprogramme sind noch schwerer verständlich als bei der Landtagswahl 2014. "Alle Parteien könnten verständlicher formulieren", erklärte Brettschneider. Dies zeigten gelungene Passagen in den Einleitungen und Schlussteilen der Programme.

Wie schon vor den Landtagswahlen in Sachsen und in Brandenburg untersuchten die Wissenschaftler auch in Thüringer Wahlprogrammen mithilfe von Wortlisten die Verwendung populistischen Vokabulars. Den höchsten Anteil davon hat das Wahlprogramm der AfD. Den Forschern zufolge steckt im Thüringer AfD-Wahlprogramm sogar noch mehr Populismus als in den Programmen der Partei in Brandenburg und in Sachsen. Auf den Plätzen zwei und drei folgen in Thüringen die Programme der Grünen und der Linken.

PM Uni Hohenheim

Studie Wahlprogramme Thüringen

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