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Thüringen Waldkliniken Eisenberg jetzt mit eigener Synagoge

Der Rabbiner Motti Waitsman steht in der Synagoge in den Waldkliniken Eisenberg, die am 22. Mai geweiht wird.

(Foto: Martin Schutt/dpa)

Eisenberg (dpa/th) - Die Waldkliniken Eisenberg im Saale-Holzland-Kreis verfügen ab sofort über eine eigene Synagoge. Mit 30 Quadratmetern Fläche, der Möblierung durch den Kibuz Lavi aus dem Norden Israels und einer aus Spendengeldern finanzierten Thora ist die Einrichtung eine vollwertige Synagoge, wie die Waldkliniken mitteilten. Zum Angebot der Synagoge gehört auch eine zertifizierte koschere Küche und ein besonderer Service zur Einhaltung der als jüdische Speisegesetze bekannten Kashrut-Regeln.

Finanziert wurde die Einrichtung aus rund 50.000 Euro Investitionsvolumen seitens der Waldkliniken zuzüglich großzügiger Spenden von Förderern des Krankenhauses und des jüdischen Lebens. Als Bestandteil der Jüdischen Landesgemeinde Thüringen wird sie von Rabbiner Yitshak Ehrenberg geleitet. Er wird von Rabbiner Motti Waitsman unterstützt, der als sogenannter Maschgiach die Einhaltung der jüdischen Speisegesetze kontrolliert. Wie eine Anfrage beim Zentralrat der Juden ergab, ist die Eisenberger Klinik damit neben dem Jüdischen Krankenhaus in Berlin die einzige Klinik in der Bundesrepublik mit einer eigenen Synagoge.

Die offizielle Einweihung ist für Sonntag geplant. Dazu werden unter anderem der Thüringer Landesrabbiner Alexander Nachama, Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sowie der Frankfurter Rabbiner und Mitglied im Vorstand der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschland, Avichai Apel, erwartet.

Quelle: dpa

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