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Thüringen Warnstreiks in Gotha: Informationstour im Ilm-Kreis

(Foto: Paul Zinken/dpa/Symbolbild)

Von den Warnstreiks im öffentlichen Dienst waren am Mittwoch mehrere Ämter in Gotha betroffen. Auch in Arnstadt und Greiz gab es Aktionen.

Gotha/Greiz/Arnstadt (dpa/th) - In Gotha haben am Mittwoch rund 60 Mitarbeiter der Stadtverwaltung, des Landratsamts, der Unfallkasse Thüringen und der Bundeswehr an einem Warnstreik teilgenommen. "Wir sind sehr zufrieden mit der Beteiligung", sagte Astrid Striehn, stellvertretende Bezirksgeschäftsführerin der Gewerkschaft Verdi nach dem Ende der Aktion vor dem Neuen Rathaus in Gotha. Die Streikenden seien sehr selbstbewusst aufgetreten.

Im Krankenhaus in Greiz beteiligten sich nur wenige Beschäftigte an der Arbeitsniederlegung. Angesichts der geringen Zahl von Warnstreikenden gab es im Krankenhausbetrieb denn auch keine Einschränkungen.

Außer in Gotha und Greiz hatte es auch eine Aktion im Landratsamt des Ilm-Kreises gegeben, wo die Beschäftigten jedoch nicht zu einem Warnstreik aufgerufen waren. Vielmehr seien dort Gewerkschafter unter Beachtung der Corona-Schutzmaßnahmen im Haus unterwegs gewesen, um die Mitarbeiter über die Forderungen der Gewerkschaft in der laufenden Tarifrunde zu informieren.

Am Donnerstag soll die Reihe der Arbeitsniederlegungen mit Warnstreiks bei Entsorgungsbetrieben fortgesetzt werden. Zu Aktionen aufgerufene sind die Beschäftigten der Stadtwirtschaft und der Thüringer Umwelt Service GmbH in Erfurt sowie die Mitarbeiter des Kommunalservice Weimar.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern für die bundesweit 2,3 Millionen Tarifbeschäftigten von Kommunen und Bund 4,8 Prozent mehr Geld, mindestens aber 150 Euro, bei einer Laufzeit von 12 Monaten. Mitte September war die zweite Verhandlungsrunde ohne Ergebnis geblieben. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.

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