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Thüringen Wirtschaftsleistung in Thüringen schrumpft um 6,3 Prozent

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Bundesweit hat das Corona-Virus die Wirtschaftsleistung deutlich gedrückt. Dabei kamen die Bundesländer durchaus unterschiedlich durch die Krise.

Erfurt (dpa/th) - Die Corona-Krise hat deutliche Spuren in der Thüringer Wirtschaft hinterlassen. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) sank im ersten Halbjahr im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,3 Prozent, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag mitteilte. Damit liegt Thüringen leicht unter dem Bundesdurchschnitt (minus 6,6 Prozent). Für den Rückgang dürften etwa Einbrüche im produzierenden Gewerbe den Ausschlag gegeben haben. Unter anderem hatte der Automobilhersteller Opel und seine Zulieferer Einbußen durch zeitweise geschlossene Werke.

Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee nannte den Einbruch der Wirtschaftsleistung "erwartbar und gravierend". Die schlimmsten Befürchtungen seien jedoch "erfreulicherweise" nicht eingetreten. Für das Gesamtjahr 2020 hätten sich die Prognosen zuletzt sogar wieder etwas verbessert, und die Zuversicht in den Unternehmen nehme zu.

"Derzeit gehen wir davon aus, dass spätestens Anfang 2022 die Talsohle durchschritten ist und die Wirtschaft sich wieder auf dem Vorkrisenniveau bewegt." Allerdings nehme die Unsicherheit angesichts der steigenden Infektionszahlen derzeit wieder zu. Deshalb müsse weiterhin alles unternommen werden, um Ansteckungsrisiken zu minimieren.

Bundesweit den geringsten Rückgang registrierte Schleswig-Holstein mit einem Minus von 3,8 Prozent, am stärksten betroffen war das Saarland (minus 9,5). Im Nachbarland Sachsen-Anhalt fiel der Abschwung mit minus 5,2 moderater aus als in Thüringen, in Hessen mit einem Minus von 6,1 Prozent und Sachsen mit minus 6,5 Prozent in etwa vergleichbar.

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