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Thüringen Zeiss-Chef Kaschke will 2020 den Chefposten abgeben

Carl-Zeiss-Chef Michael Kaschke. Foto: Marijan Murat/Archivbild

(Foto: Marijan Murat/dpa)

Beim Zeiss-Konzern, der seine Wurzeln in Jena hat, steht ein Führungswechsel an. Einer der wenigen Konzernlenker mit ostdeutschen Herkunft will 2020 abtreten.

Oberkochen/Jena (dpa/th) - Der aus Thüringen stammende Chef des Optik- und Elektronikkonzerns Carl Zeiss, Michael Kaschke, will 2020 seinen Posten abgeben. "Ich werde im kommenden Jahr wie geplant als CEO aufhören", sagte Kaschke dem "Handelsblatt" (Mittwoch). Das stehe intern schon fest und sei der richtige Zeitpunkt. Zu seinem möglichen Nachfolger wollte er sich noch nicht äußern. Kaschke ist einer der wenigen Manager mit ostdeutscher Herkunft, die an der Spitze eines großen Unternehmens stehen.

Der 62 Jahre alte Manager, der den Zeiss-Konzern seit 2011 leitet, wurde in Greiz geboren. Er hat unter anderem an der Friedrich-Schiller-Universität Jena studiert.

Carl Zeiss hat seinen Hauptsitz im baden-württembergischen Oberkochen und seinen zweitgrößten Standort in Jena, wo das Unternehmen im 19. Jahrhundert vom Mechaniker Carl Zeiss gegründet wurde. In Jena beschäftigt der Konzern bei seinen Tochterfirmen mehr als 2200 Mitarbeiter. Derzeit läuft ein großes Investitionsprojekt mit einem Volumen von mehr als 300 Millionen Euro. Bis 2023 sollen die Jenaer Zeiss-Firmen an einem Standort in der Universitätsstadt konzentriert werden.

Die Carl Zeiss AG ist die Konzernmutter des MDax-Unternehmens Carl Zeiss Meditec AG mit Hauptsitz in Jena, bei dem Kaschke den Aufsichtsrat leitet. Kaschke ist laut Handelsblatt zudem Aufsichtsrat bei Bosch, Henkel und der Telekom.

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