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Thüringen Zwiebelmarkt Weimar mit 150 000 Gästen

Zwiebelzöpfe hängen an einem Marktstand zum Verkauf bereit beim 368. Weimarer Zwiebelmarkt. Foto: Martin Schutt/dpa-Zentralbild/dpa

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Weimar (dpa/th) - Nach einer coronabedingten Minimalversion 2020 sind in diesem Jahr wieder deutlich mehr Menschen auf den traditionellen Weimarer Zwiebelmarkt gekommen. Seit Freitag bummelten rund 150 000 Besucher über das Marktgelände, wie die Stadtverwaltung am Sonntag mitteilte. Das waren doppelt so viele wie im vergangenen Herbst, als das Marktgelände deutlich verkleinert war. An die Resonanz vor der Corona-Pandemie reichte der 368. Jahrgang von Thüringens überregional bekanntestem Volksfest allerdings nicht heran.

In diesem Jahr hatten 160 Händler ihre Stände aufgebaut, darunter 50 Gemüsebauern aus dem nordthüringischen Heldrungen, die den Markt traditionell beliefern. Sie hatten dank einer guten Zwiebelernte diesmal deutlich mehr der beliebten handgewickelten Zwiebelzöpfe aufgefahren als in vergangenen Jahren. Engpässe habe es nicht gegeben, die tränentreibenden Knollen seien teils auch von beachtlicher Größe gewesen.

Weimars Oberbürgermeister Peter Kleine (parteilos) zeigte sich zufrieden mit dem Besucherzuspruch. Der Zwiebelmarkt sei "ein Schritt in Richtung Normalität" gewesen, erklärte er in einer Mitteilung. Anders als im vergangenen Jahr wurde wieder ein Bühnenprogramm geboten, es gab diesmal auch kein Alkoholverbot. Auf dem Gelände galt eine Maskenpflicht, allerdings ignorierten dies viele Marktbesucher. "Das war auch schwierig durchzusetzen", räumte ein Stadtsprecher ein. Das Gelände sei anders als im Vorjahr nicht abgegrenzt und mit Einlassstellen versehen gewesen. Feuerwehr und Rettungsdienste hatten laut Stadt mit knapp 40 Einsätzen bis Sonntagnachmittag relativ wenig zu tun. Auch die Polizei habe ein nur sehr geringes Einsatzgeschehen gemeldet. Von den sieben Strafanzeigen auf dem Zwiebelmarktgebiet hätten drei vor Ort geklärt werden können.

© dpa-infocom, dpa:211009-99-539425/3

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