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Thüringen Zwölf Thüringer für ehrenamtliches Engagement geehrt

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(Foto: Martin Schutt/zb/dpa)

Helfen ohne Eigennutz, das macht das Ehrenamt aus. Seit 1993 ehrt das Land Thüringen Menschen, die sich auf diese Weise besonders stark sozial engagieren. So auch am Dienstag auf der Wartburg in Eisenach.

Eisenach (dpa/th) - Zwölf Thüringer sind für ihr herausragendes Engagement im Ehrenamt mit der "Thüringer Rose" ausgezeichnet worden. Damit werden seit mehr als 25 Jahren Menschen geehrt, die sich "in überdurchschnittlicher Weise bei ehrenamtlicher und karitativer Arbeit sozial engagieren", wie das Sozialministerium mitteilte. Die undotierten Auszeichnungen wurden am Dienstag auf der Wartburg überreicht. Die CDU-Landtagsfraktion forderte aus diesem Anlass mehr Unterstützung für ehrenamtlich Engagierte seitens des Landes.

Zu den Geehrten gehört Heike Debertshäuser, die sich in Ilmenau für in der DDR geschiedene Frauen einsetzt und für ihre Besserstellung im Rentenrecht kämpft. Geehrt wurde auch Joachim Trautschold aus Pößneck für sein Engagement für Obdachlose, die aus dem Strafvollzug entlassen werden. Für seinen Einsatz in der Nachwuchsarbeit der Feuerwehr und sein Eintreten gegen Rechtsextremismus erhielt Uwe Ludwig aus Kalbsrieth (Kyffhäuserkreis) die Auszeichnung. Die Vorsitzende des Heimatvereins Wintzingerode im Eichsfeld, Else Rosenthal, organisiert zahlreiche Veranstaltungen wie Wanderungen, Weihnachts- und Faschingsfeiern, setzt sich aber auch für die Integration von Flüchtlingen ein - deswegen wurde sie nun geehrt.

Die Medaille erinnert an das Rosen-Wunder der Heiligen Elisabeth. Der Legende nach wollte die Landgräfin einst Kranken verbotenerweise Essen aus dem Burgspeicher bringen; als sie kontrolliert wurde, soll sich das Brot in Rosen verwandelt haben.

"Ohne ehrenamtliche Helfer funktioniert keine Gesellschaft", betonte die CDU-Sozialexpertin Beate Meissner in einer Mitteilung. Deswegen müsse solche Arbeit stärker honoriert werden. Neben der Förderung des Ehrenamts als Staatsziel in der Landesverfassung sprach sie sich für einen Ehrenamtstag aus, an dem alle Ehrenamtler kostenlos Zugang zu öffentlichen Einrichtungen erhalten sollen. Zudem solle ehrenamtliche Arbeit auf Wartezeiten beim Studium angerechnet und eine "Ehrenamtscard" eingeführt werden. Diese solle Vergünstigungen im öffentlichen Nahverkehr, bei Freibädern und Museen bringen.

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