Reise

Messners Mega-Projekt Bergmuseum wird erweitert

Reinhold Messners Bergmuseum in Südtirol bekommt ein weiteres Haus. Das Messner Mountain Museum (MMM) Firmian auf Schloss Sigmundskron in der Nähe von Bozen eröffnet zu Ostern 2006, teilte die Tourismusvertretung Südtirols in Hamburg mit.

Das MMM Firmian bildet den Mittelpunkt des weltweit ersten Bergmuseums, das sich auf fünf Standorte verteilt - ein Zentrum und vier so genannte Satelliten. Drei der Ableger sind bereits eröffnet: Das MMM Dolomites südlich von Cortina, das MMM Ortles bei Sulden und das MMM Juval auf Messners Privatschloss bei Naturns. Der vierte "Satellit" befindet sich derzeit noch in Planung.

Jedes der Museumshäuser widmet sich einem bestimmten Thema. "Der verzauberte Berg", wie Messner das MMM Firmian nennt, wird die Hauptwerke aus der Sammlung des Extrembergsteigers zeigen. Dazu gehören Bilder zu den Alpen und den Achttausendern der Welt. Darüber hinaus entstehen ein Zengarten und ein Amphitheater für Konzerte und Theateraufführungen rund um das Thema Berge.

Das MMM Ortles trägt den Beinamen "End' der Welt". Es wurde im Dezember 2004 eröffnet. Das unterirdisch angelegte Museum beschäftigt sich mit Südtirols höchstem Berg, dem Ortler, und dem Thema Eis. Durch einen gläsernen "Gletscherspaltenriss" im Dach ist der Gipfel des Ortlers zu sehen, mit Hilfe einer Videoinstallation wird eine Lawine nachgestellt.

Zudem werden mehr als 200 Bilder aus Messners Sammlung gezeigt. Im MMM Juval sind Gebrauchgegenstände und Kunst aus Afrika, Indien, Nepal und Tibet zu sehen. Eine Bildergalerie zeigt heilige Berge der Welt. Thema der Ausstellung ist der "Mythos Berg": "Es geht um all das, was wir nicht verstehen", erklärte Messner.

Auf dem Monte Rite, auf 2181 Metern Höhe, liegt das MMM Dolomites. Das "Museum in den Wolken" ist dem Fels und Messners Lieblingsbergen gewidmet. Es informiert über das Felsklettern und zeigt unter anderem Bilder aller großen Dolomitenberge. Noch in Planung ist das MMM Bergvölker, eine Art Begegnungsstätte. 20 Jahre lang sollen jeden Sommer Gäste aus verschiedenen Bergregionen der Welt nach Südtirol kommen und Besuchern von ihrem Leben und ihrer Kultur berichten.

Langfristig werden alle Museen miteinander verbunden. Die Besucher sollen zu Fuß und mit dem Bus in der Natur erleben, was sie zuvor im Museum gesehen haben, sagte Messner bei der Präsentation in Hamburg.

Quelle: ntv.de