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10 Jahre Unesco-Welterbe Gartenreich Dessau-Wörlitz feiert

Das 142 Quadratkilometer große Gartenreich Dessau-Wörlitz gilt als landschaftliches Kleinod. Seit zehn Jahren gehört es zum Unesco-Welterbe. Anlässlich des Jubiläums lädt die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz zu einem Gartenfest nach Wörlitz ein. Dabei kann man zum Beispiel Gondel fahren und einen Vulkan beim Ausbrechen beobachten.

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Die weiße Brücke am Luisium fügt sich harmonisch in die Landschaft ein.

(Foto: dpa)

Seit dem Jahr 2000 gehört das Gartenreich Dessau-Wörlitz zum Weltkulturerbe der UNESCO. Anlässlich des 10-jährigen Jubiläums lädt die Kulturstiftung Dessau-Wörlitz am 21. August zu einem Gartenfest in den Wörlitzer Anlagen ein.

Der Ministerpräsident von Sachsen-Anhalt, Wolfgang Böhmer, soll um 10 Uhr vor dem Schloss das Fest eröffnen und die Vizepräsidentin der Deutschen UNESCO-Kommission, Dr. Verena Metze-Mangold, ein Grußwort sprechen. Danach wird es nach Angaben der Veranstalter "ein buntes Programm um das Wörlitzer Schloss herum" geben. So werden etwa Führungen durch das Wörlitzer Schloss und die Gartenanlagen angeboten.

Gondelfahrt, Shakespeare und Vulkanausbruch

Höhepunkt der Feierlichkeiten soll die Eruption eines künstlichen Vulkans auf der Felseninsel "Stein" sein. Das begleitende Rahmenprogramm beginnt mit einer Gondelfahrt, bei der neapolitanische Spezialitäten angeboten werden, gefolgt von Shakespeares musikalisch-theatralischer Erzählung über das berühmte antike Liebespaar "Venus und Adonis" im Amphitheater der Insel Stein.

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Das von 1773 bis 1813 erbaute Gotische Haus im Wörlitzer Park.

(Foto: dpa)

Sachsen-Anhalt ist das deutsche Bundesland mit den meisten Welterbestätten - auch die drei weiteren Welt- und Naturerbeerbstätten der Region (Luthergedenkstätten Wittenberg, Bauhaus Dessau und Biosphärenreservat Mittelelbe) wollen sich auf dem Fest den interessierten Besuchern präsentieren.

Das 142 Quadratkilometer große Gartenreich Dessau-Wörlitz gilt als landschaftliches Kleinod und als "ein herausragendes Beispiel für die Umsetzung philosophischer Prinzipien der Aufklärung in einer Landschaftsgestaltung, die Kunst, Erziehung und Wirtschaft harmonisch miteinander verbindet".

Die Philosophie des 18. Jahrhunderts spiegelt sich in dieser Kulturlandschaft mit englischen Parkanlagen, Schlössern und Tempeln im antiken Stil. Das einzigartige Landschaftskunstwerk ist zwischen 1765 und 1800 von Fürst Leopold III. Friedrich Franz von Anhalt-Dessau und seinem Berater, dem Architekten Friedrich Wilhelm von Erdmannsdorff, gestaltet worden.

Quelle: n-tv.de, abe

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