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Airbnb und Co. Jüngere vermieten gerne an Urlauber

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picture alliance / dpa

Coachsurfing oder Zwischenmiete sind beliebt. Vor allem junge Menschen überlassen Reisenden gerne ihre Wohnung. Das ist das Ergebnis einer neuen Bitkom-Umfrage. Es zeigt: Wohnungen als Touristenunterkünften sind gefragt - und die Jüngeren verstärken diesen Trend.

Wer in den Urlaub fährt und seine Wohnung währenddessen untervermieten oder Urlaubern kostenlos zur Verfügung stellen will, kann hierfür verschiedene Online-Portale nutzen. Fast 4 Millionen Internetnutzer (7 Prozent) in Deutschland haben schon einmal Wohnraum auf einer Internetplattform angeboten – entweder kostenlos auf Webseiten wie CouchSurfing und BeWelcome oder gegen Bezahlung auf Portalen wie Airbnb, Wimdu und 9flats. Das ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Digitalverbands Bitkom.

Vor allem bei Jüngeren sind Online-Angebote für die Vermittlung von Privatunterkünften beliebt: Bereits jeder zehnte Internetnutzer (10 Prozent) zwischen 14 und 29 Jahren hat anderen schon einmal seine Wohnung oder ein Zimmer über eine Online-Plattform zur Verfügung gestellt.

Einfache Vermittlung

Von den 30- bis 49-Jährigen sind es 8 Prozent und unter den 50- bis 64-Jährigen 6 Prozent. "Es war noch nie so einfach, Gastgeber und Reisende zusammenzubringen", sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder. "Als Gastgeber muss man sich aber auch mit den rechtlichen Anforderungen der Vermietung oder Untervermietung auseinandersetzen."

Wer seine Wohnung vermietet, muss eine Reihe von Verpflichtungen beachten. Darüber sind sich die meisten Nutzer (81 Prozent) auch im Klaren, wie die Umfrage zeigt. Wer seine Mietwohnung anbieten möchte, ist zum Beispiel verpflichtet, im Vorfeld die ausdrückliche Erlaubnis des eigenen Vermieters für die Untermiete einzuholen.

Achtung bei Vermietungen

Die Einnahmen durch Vermietungen über Internetplattformen müssen außerdem in der Steuererklärung angegeben werden. In manchen Städten – wie zum Beispiel in Berlin – gelten Regelungen zur sogenannten Zweckentfremdung von Wohnraum, die die Überlassung an Reisende einschränken oder verbieten können.

Community-Marktplätze wie Airbnb fungieren vorwiegend als Vermittler zwischen Gastgebern und Gästen und übernehmen nur begrenzt rechtliche Verpflichtungen. Für die Abwicklung der Buchung erheben sie sowohl vom Gast als auch vom Gastgeber eine Provision. Gastgeber und Gast können sich am Ende gegenseitig bewerten. Portale wie "CouchSurfing" oder "BeWelcome" verstehen sich dagegen mehr als Gastfreundschafts-Netzwerke. Registrierte Mitglieder haben dort die Möglichkeit, eine kostenlose Unterkunft auf Reisen zu finden.

Quelle: n-tv.de, sgu

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