Reise

New York in Holland Keukenhof-Schau mal anders

New York blüht in Holland voll auf: Die US-Metropole steht im Mittelpunkt der 60. Blumenschau auf dem Keukenhof, die von Königin Beatrix eröffnet wurde. Trotz Wirtschaftskrise hoffen die Betreiber des 1949 geschaffenen Blumenparks beim Städtchen Lisse südwestlich von Amsterdam im Jubiläumsjahr auf Rekordbesucherzahlen.

Zu den Attraktionen des 32 Hektar großen Parks gehören diesmal ein Blumenmosaik der New Yorker Freiheitsstatue mit mehr als 25.000 Blumenzwiebeln, eine amerikanische Themenroute und ein amerikanischer Garten. Der Keukenhof greift damit ein niederländisch-amerikanisches Jubiläum auf, das 2009 auf beiden Seiten des Atlantiks gefeiert wird: Die Entdeckung der Insel Manhattan durch Henry Hudson vor 400 Jahren.

Aus Nieuw Amsterdam wurde New York

Der legendäre englische Seefahrer war Anfang April 1609 im Auftrag der Amsterdamer Handelsvereinigung VOC von der holländischen Insel Texel aus aufgebrochen, um einen neuen Weg nach Indien zu finden. Stattdessen erreichte er am 3. September 1609 mit dem Schiff "Halve Maen" die Mündung jenes nordamerikanischen Flusses, der später unter seinem Namen weltberühmt werden sollte. Von 1624 an wurden die Insel Manhattan und deren Umgebung von Holländern besiedelt, die ihre amerikanische Kolonial-Hauptstadt Nieuw Amsterdam nannten. Vier Jahrzehnte später fiel sie an die Engländer und wurde zu New York.

An die Leistungen der niederländischen Gründungsväter New Yorks erinnert der Keukenhof nun acht Wochen lang unter dem Motto "Nieuw Amsterdam - New York 400". Bis Ende Mai können Besucher durch Blütenmeere aus Tulpen, Osterglocken, Hyazinthen oder Kaiserkronen wandern, radeln oder auch mit dem Boot fahren.

Seit die Stadt Lisse 1949 auf dem Keukenhof eine PR-Aktion für die Gärtner der Umgebung startete hat sich die Schau als "Schaufenster der niederländischen Blumenindustrie" zu einem bedeutenden Wirtschaftsfaktor entwickelt. Zu der Schau kamen in den letzten Jahren jeweils bis zu 800.000 Besucher aus aller Welt. Der Ausflugstourismus im "Bollstreek", der Blumenzwiebelregion rings um Lisse, sorgt für einen Umsatz von rund 100 Millionen Euro pro Jahr.

Quelle: ntv.de

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