Reise

Grundversorgung gewährleistet Lebensretter nicht überall

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Unzählige Badegäste tummeln sich im Wasser des Helenesees, einem Tagebausee unweit von Frankfurt (Oder), während ein Rettungsschwimmer die Situation beobachtet.

(Foto: dpa)

Die Rettungsschwimmer der DLRG stehen auch in diesem Sommer an den Badeplätzen von Nord- und Ostsee bereit. Sie haben jedes Jahr alle Hände voll zu tun. Im vergangenen Jahr hatten sie insgesamt 457 Menschen das Leben gerettet. In einigen Gegenden ist die Besetzung der Strandwachen aber problematisch.

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Mit einem Schlauchboot fahren zwei Mitarbeiter der DLRG vor Prerow auf der Ostsee zu einem Übungseinsatz.

(Foto: dpa)

Der Sommer kann kommen: Die Badestrände an Nord- und Ostsee sind abgesichert. Mehr als 3500 Rettungsschwimmer der Deutschen Lebens-Rettungsgesellschaft (DLRG) werden in diesem Jahr wieder ihren Jahresurlaub dafür nutzen, um andere Urlauber vor dem Ertrinken zu retten, sagte DLRG-Sprecher Martin Janssen.

Während der Saison sind die DLRG-Stationen zwischen dem niedersächsischen Borkum an der Nordsee und der Ostseeinsel Usedom in Mecklenburg-Vorpommern komplett besetzt. Nur für die Vorsaison zwischen Pfingsten und Anfang Juli suchen die Rettungsschwimmer noch Verstärkung: Knapp hundert Strandwachen würden für diesen Zeitraum noch gebraucht, sagte Janssen.

In Schleswig-Holstein gehören dazu unter anderem die Stationen in Büsum, St. Peter-Ording und am Schöneberger Strand. "Das heißt nicht, dass dort die Stationen leer stehen. Die Grundversorgung ist gewährleistet, es fehlen lediglich einige Leute." Sie müssen als Mindestanforderung einen Rettungsschwimmerschein in Silber besitzen und einen Erste-Hilfe-Lehrgang für Fortgeschrittene nachweisen, der höchstens drei Jahre zurückliegt.

Probleme bei Besetzung der Strandwachen

Traditionell problematisch sei die Besetzung der Strandwachen in manchen kleinen Gemeinden und auf einigen privaten Campingplätzen, sagte Janssen. Wegen der Ausstattung der Unterkünfte sei es dort sei oft schwierig, Rettungsschwimmer für den Einsatz zu begeistern. Die Zimmer seien oft "nicht bedarfsgerecht", erklärte der DLRG-Sprecher vorsichtig. Es müssen keine Fünf-Sterne-Luxus-Hotels sein, ergänzte er: Aber zumindest "gehobener Jugendherbergs-Standard".

Neben den 85 Wachstationen an den Küsten betreuen die Rettungsschwimmer in Deutschland noch rund 2000 weitere Badestellen im gesamten Binnenland. Im vergangenen Jahr hatten die rotgelb gekleideten Rettungsschwimmer insgesamt 457 Menschen das Leben gerettet. Nachwuchsprobleme haben die DLRG-Helfer bislang nicht, sagte Janssen.

Quelle: ntv.de, dpa

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