Reise

41 Prozent weniger Touristen Malediven in Not

Auch elf Monate nach dem Tsunami im Indischen Ozean sind elf Hotels auf den Malediven noch geschlossen. Das teilte das Fremdenverkehrsamt des Inselstaates in Frankfurt mit.

Sechs von ihnen sollen bis Jahresende wieder eröffnen, die letzten fünf im kommenden Jahr. Zu den Malediven gehören derzeit 87 Resortinseln mit einer Kapazität von 17 166 Gästebetten. Die Flutwelle, die am zweiten Weihnachtstag 2004 vor allem auf Sri Lanka und an der Westlüste Thailands für schwere Zerstörungen sorgte, hat auf den Malediven die Urlauberzahlen deutlich einbrechen lassen. In den ersten zehn Monaten dieses Jahres kamen gut 304 000 Touristen auf die Inseln, 41 Prozent weniger als im gleichen Zeitraum 2004. Vor allem aus Italien kamen weniger Gäste, während der Rückgang aus Deutschland mit minus 28 Prozent unterdurchschnittlich blieb.

Die Malediven hoffen nun auf die Wintersaison 2005/06. Die Hotels seien "fast alle wieder ausgebucht", sagte eine Sprecherin des Tourismusamtes. Bis 2007 sollen neben den Wiedereröffnungen der beschädigten Hotels auch mindestens elf neue Resortinseln mit 1600 zusätzlichen Betten eröffnet werden.

Durch den Tsunami waren den Angaben zufolge auf den Malediven 108 Menschen ums Leben gekommen, darunter 2 Urlauber. Der Tourismus ist einer der wichtigsten Wirtschaftszweige auf den Inseln.

Quelle: n-tv.de