Reise
Mittwoch, 30. März 2011

Straße der deutschen Sprache: Route verbindet 25 Städte

Eine neue Straße der deutschen Sprache soll 25 Städte in Thüringen, Sachsen-Anhalt und Sachsen verbinden. Die Ferienstraße soll im thüringischen Schleiz beginnen und über Weimar, Meiningen, Eisenach und Köthen nach Leipzig führen.

Weimar ist eine Station der Sprach-Straße (Ilmpark in Weimar an der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek).
Weimar ist eine Station der Sprach-Straße (Ilmpark in Weimar an der Herzogin-Anna-Amalia-Bibliothek).(Foto: dapd)

"Wir wollen zum einen das Bewusstsein für die deutsche Sprache stärken und zum anderen mehr Besucher in die Städte locken", sagte Thomas Paulwitz von der Neuen Fruchtbringenden Gesellschaft. In den 25 Städten ereigneten sich sprachgeschichtlich bedeutsame Ereignisse oder bekannte Persönlichkeiten der deutschen Sprache lebten dort. Am Startpunkt Schleiz zum Beispiel hat Konrad Duden seine ersten Aufzeichnungen niedergeschrieben, um die Rechtschreibung zu vereinheitlichen.

Die Burg Falkenstein ist Teil der Route, weil Eike von Repgow dort im Mittelalter den Sachsenspiegel verfasste, das erste deutsche Rechtsbuch. Und Mühlhausen soll laut Thomas Paulwitz gewürdigt werden, weil die Stadtverwaltung sich bemüht, Anglizismen zu vermeiden.

Sprachzentrum Mitteldeutschland

"Mitteldeutschland kann man als Sprachzentrum bezeichnen", erklärte Paulwitz. Denn die dortige Mundart habe die Meißner Kanzleisprache maßgeblich beeinflusst, auf die Martin Luther bei seiner Bibelübersetzung zurückgegriffen hat.

Die einzelnen Stationen der Route - darunter auch Kamenz, Bautzen, Reichenbach und Oelsnitz im Vogtland - sollen durch einheitliche Schilder erkennbar sein. "Die Straße dient aber vor allem dazu, bestehende Angebote miteinander zu vernetzen, da muss nichts Neues aus dem Boden gestampft werden", sagte Paulwitz.

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Quelle: n-tv.de