Reise

"Daka Daka" und exakte Exotik Sommertrends in Marrakesch

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Der französische Schauspieler Alain Delon und das Model Adriana Karembeu in einer Kutsche in der Altstadt (Medina) von Marakkesch. Die Stadt gilt als eins der Lieblingsziele des internationalen Jet-Sets.

(Foto: dpa)

Der Sommer ist nicht in jeder Stadt gleich. Was ist dieses Jahr in Marrakesch angesagt? Wo geht man hin, wo kauft man ein, wie sicher ist es?

Sommerhit

"Daka Daka" (Langsam) des Sängers Saïd Mouskir.

Accessoires des Sommers

In der märchenhaft schicken Stadt am Fuße des Atlas-Gebirges, die bereits in den 80er Jahren, aber seit 2000 verstärkt, als eins der Lieblingsziele des internationalen Jet-Sets gilt, ist in diesem Jahr das Buch "L'arc-en-ciel et le papillon" (Der Regenbogen und der Schmetterling) des Schriftstellers und früheren Kulturministers Mohammed Al-Achaar sehr gefragt. Darin geht es um Liebe, aber auch um Politik.

Hotspot der Stadt

Hauptattraktion ist nach wie vor der Platz Jamaa el Fna (auch "Djemaa el Fna") am Eingang zur Altstadt (Medina). Diese einstige Hinrichtungsstätte, wo die Häupter der Geköpften aufgespießt wurden, ist ein lebendiger Treffpunkt mit Musikern, Magiern, Geschichtenerzählern und Schlangenbeschwörern. Die Zeit scheint stehengeblieben, doch die Exotik ist seit den 90er Jahren exakt kalkuliert. Um westlichen Touristen genau den richtigen Grad von faszinierender Fremdheit zu bieten, sind dutzende Sicherheitsleute zivil unterwegs, die mögliche Taschendiebe in Schach halten. Auf diese Weise gilt das Flanieren in den malerischen Souks (Märkten) als sicher.

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Straßenszene in Marrakesch: wie aus einer anderen Zeit.

(Foto: ASSOCIATED PRESS)

In der Altstadt gibt es viele versteckte Restaurants mit Blumen und Innenhöfen, die das Klischee aus 1001 Nacht bedienen. Danach geht es in Clubs wie das "Pascha". Die Schönen und Reichen und US-Stars residieren meist im Hotel "La Mamounia". Mittlerweile ist auch der verwunschen-schöne Majorelle-Garten (Jardin Majorelle), in dem der 2008 gestorbene Modeschöpfer und Marrakesch-Fan Yves Saint Laurent seine letzte Ruhe fand, ein Hotspot und "Entspannungsort".

Und sonst?

Vor lauter Kult um Marrakesch werden manchmal die anderen drei ebenfalls schönen Königsstädte Fès, Meknès und Rabat touristisch vergessen. Vor allem die Hauptstadt Rabat hat sich in den letzten Monaten aufgehübscht und "grüner" gemacht. Betonplätze wurden zu Grünflächen, Verkehrsinseln mit Palmen bepflanzt. Ansonsten gilt: Casablanca ist das Nachtleben-Zentrum Marokkos, vor allem an der Strandpromenade Corniche de Aïn-Diab wird kosmopolitisch gefeiert. Viele Lokale haben den Look der 20er und 30er Jahre bewahrt. Viele westliche Frauen dürfte allerdings das vorherrschende Macho-Gehabe vieler Männer stören.

Quelle: ntv.de, dpa

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