Reise
Mallorquinische Strände gehören weiterhin zu den Lieblingsurlaubszielen der Deutschen.
Mallorquinische Strände gehören weiterhin zu den Lieblingsurlaubszielen der Deutschen.
Freitag, 13. Januar 2012

"Deutsche bleiben Reise-Weltmeister": Urlaubsausgaben auf Rekordhöhe

Krise hin oder her: Die Reiselust der Deutschen ist ungetrübt. Jeder Vierte will sogar noch häufiger wegfahren als im vergangenen Jahr. Reizvoll ist aber nicht nur das Ausland.

Die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR) erwartet nach dem Rekordjahr 2011 in diesem Jahr weitere Zuwächse. Das geht aus der neuesten Reiseanalyse hervor, die ihr Autor Prof. Martin Lohmann auf der Reisemesse CMT in Stuttgart vorstellte. 24 Prozent der Deutschen wollen 2012 mehr verreisen als im Vorjahr, nur 16 Prozent weniger.

Bereits vier von fünf Bundesbürgern haben sich demnach mit der Planung ihres Urlaubs beschäftigt. Auch die Euro-Krise halte sie nicht vom Reisen ab. Es sei erneut ein sehr gutes Reisejahr zu erwarten. Weiterhin bleiben laut der FUR-Analyse vor allem Reisen innerhalb Deutschlands beliebt. 30 Prozent der Bundesbürger planen einen Inlandsurlaub. Auf den weiteren Plätzen der beliebtesten Reiseziele folgen Spanien, Italien, die Türkei und Österreich.

60,7 Milliarden Euro für Auslandsreisen

Der Geschäftsführer der Messe Stuttgart, Roland Bleinroth, sagte, die Deutschen blieben Reise-Weltmeister. 2011 hätten sie mit 60,7 Milliarden Euro weltweit am meisten für Auslandsreisen ausgegeben.

Weltweit erwartet die Welttourismusorganisation UNWTO für 2012 eine Steigerung bei den internationalen Ankünften um 3,5 Prozent. Erstmals wären das trotz aller wirtschaftlichen Risiken deutlich mehr als eine Milliarde Reisen. Im zurückliegenden Jahr gab es laut FUR beim Tourismus in Deutschland ein Übernachtungsplus von 4 Prozent. Vor allem ausländische Touristen hätten zu diesem Wachstum beigetragen. Die FUR rechnet im Gesamtjahr 2011 innerhalb von Deutschland mit 70 Millionen Urlaubsreisen. Dabei sind Kurz- und Geschäftsreisen noch nicht berücksichtigt.

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Quelle: n-tv.de