Sport

Al-Sultan ist "der Gejagte" 231 Deutsche beim Ironman

Die Folgen des schweren Erdbebens der Stärke 6,6 sind weitgehend beseitigt. Nach der Freigabe durch die Veranstalter kann der Ironman Hawaii am Samstag (Start 19.00 Uhr MESZ) auf der Original-Strecke über die Bühne gehen. Rund 1800 Teilnehmer werden bei dem prestigeträchtigsten Triathlon der Welt über 3,8 Kilometer Schwimmen, 180 Kilometer Radfahren und den 42,195 Kilometer langen Marathonlauf in Kona auf der Hauptinsel Big Island an den Start gehen. Darunter die rekordverdächtige Anzahl von 231 Deutschen.

"Wir sind die stärkste Triathlon-Nation der Welt. Ich bin sehr stolz auf unser deutsches Team, denn wir haben 15 Athleten, die unter die ersten 20 kommen können", sagte der Münchner Vorjahressieger Faris Al-Sultan, der zu den Mitfavoriten zählt. "In diesem Jahr bin ich der Gejagte. Da wird es mir die Konkurrenz nicht leicht machen", sagte der 28-jährige Sohn einer Deutschen und eines Irakers. 2005 landete er einen eindrucksvollen Start-Ziel-Sieg. Dem diesjährigen Rennen sieht Al-Sultan mit Gelassenheit und dem Gefühl der eigenen Stärke entgegen.

"Ich verspüre zwar auch einen gewissen Druck, aber ich habe hier schon mal gewonnen und weiß, dass ich es wieder kann", sagte der Münchner bei der Pressekonferenz vor dem Rennen. Der Australier Chris McCormack, der ihn beim Triathlon in Roth geschlagen habe, stehe unter einem viel größeren Druck. "Er will dieses Rennen viel mehr gewinnen, als ich es je wollte", meinte Al-Sultan. Bei seinem Vorjahressieg hatte der Münchner auf dem Rad den Grundstein zum Erfolg gelegt und einen selbst für die schnellsten Marathonläufer uneinholbaren Vorsprung herausgefahren.

"Das Radfahren wird bei diesem Feld wieder sehr schnell", mutmaßt der neuseeländische Vorjahreszweite Cameron Brown, der an seinen Schwächen auf dem Rad gearbeitet hat. "Es wird sich zeigen, ob es sich gelohnt hat. Ich werde es aber nicht auf eine Radzeit von 4:30 Stunden anlegen, um dann den Marathon in 3:20 Stunden zu laufen", sagte der 34-Jährige, der auf eine "ausgeglichene Renneinteilung" setzen will.

Quelle: ntv.de

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